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  • Dr. Thomas Heine-Geldern, Geschäftsführender Präsident von «Kirche in Not (ACN)» international
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  • Zentralafrikanische Republik, 7. Mai 2018Trauerfeier der Opfer der Anschläge auf die Kirche Unserer Lieben Frau von Fatima in Bangui.
  • Irak: Bei der Einweihung des Völkermorddenkmals am Mar Elia-Schrein. Viele Jahre, in denen unser Volk Opfer geworden ist, damit es nicht verloren geht.
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  • In der Nacht des 29. Juli griffen Mitglieder der Terroristengruppe Boko Haram die Stadt Gagalari in der Diözese Yagoua im hohen Norden Kameruns an.

22. August: UN-Gedenktag für Opfer religiöser Verfolgung

„Der neue Gedenktag für die Opfer religiöser Verfolgung ist ein wichtiger Schritt, um verfolgten Christen künftig mehr Gehör zu verschaffen“, resümiert Dr. Thomas Heine-Geldern, geschäftsführender Präsident des päpstlichen Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)».

Video-Interview mit Dr. Thomas Heine-Geldern

Heine-Geldern zeigt sich zufrieden, dass in diesem Jahr der 22. August erstmals als „Internationaler Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalt aufgrund von Religion oder Glauben“ begangen werden kann. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hatte im Mai eine entsprechende Resolution dazu verabschiedet.

Initiative von «Kirche in Not (ACN)» inspiriert
Die Anwältin und Autorin Ewelina Ochab ergriff im September 2017 nach einer von «Kirche in Not (ACN)» veranstalteten internationalen Konferenz in Rom die Initiative, um die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf Verletzungen der Religionsfreiheit zu lenken. Seitdem sprach sie auf vielen Konferenzen, um ein Netzwerk aus Unterstützern zu bilden. Der Resolutionsvorschlag wurde schliesslich von Polen in die UN-Vollversammlung eingebracht. Die USA, Kanada, Brasilien, Ägypten, Irak, Jordanien, Nigeria und Pakistan hatten den Vorschlag unterstützt. „Es war ein langer Prozess mit vielen Beteiligten, aber «Kirche in Not (ACN)» war die Inspiration dafür“, sagte Ochab.
„Als Organisation, die sich seit über 70 Jahren für notleidende Christen einsetzt, freuen wir uns von «Kirche in Not (ACN)» sehr, dass die Vereinten Nationen diesen Tag anerkannt haben. Das war ein überfälliger Schritt“, sagte Heine-Geldern. „Allen Glaubensgemeinschaften widerfährt regelmässig Gewalt. Doch internationale Berichte zur Religionsfreiheit bestätigen leider immer wieder, dass Christen am stärksten verfolgt werden.“ Allein in den letzten fünf Jahren habe es zwei Fälle von Völkermord an religiösen Minderheiten gegeben: Im Irak und in Syrien durch die Truppen des sogenannten IS an Christen, Jesiden und anderen religiösen Gruppen, sowie an der muslimischen Minderheit der Rohingya in Myanmar. Hinzu kämen die systematisch organisierten Gräueltaten, denen zunehmend insbesondere Christen in Afrika zum Opfer fallen, so Heine-Geldern.

UN-Plattform und Tribunal für religiöse Gewaltakte gefordert
Der Präsident von «Kirche in Not (ACN)» sieht den neuen Gedenktag als wichtigen Meilenstein, der aber nur ein erster Schritt sein dürfe: „Der 22. August darf nicht Selbstzweck sein, sondern muss einen Prozess anstossen, der die internationale Gemeinschaft zu einem koordinierten Aktionsplan bewegt, um religiöse Verfolgung zu beenden und künftig zu verhindern. Es ist eigentlich die Pflicht der Vereinten Nationen, der Regierungen und politischen Akteure dem Menschenrecht auf Religionsfreiheit Geltung zu verschaffen. Dem symbolischen Tag müssen jetzt Taten folgen.“
Ein notwendiges Instrument sei unter anderem die Einrichtung einer UN-Plattform, um den Austausch mit Vertretern der verfolgten religiösen Gruppen zu fördern, erklärte Heine-Geldern. Zudem müssten die Vereinten Nationen auf die Einrichtung eines internationalen Tribunals für Gewaltakte hinarbeiten, die sich gegen Gläubige richten.

«Kirche in Not (ACN)» hat allein im Jahr 2018 weltweit mehr als 5.000 Projekte in 139 Ländern mit über 100 Millionen Euro unterstützt, um notleidenden Christen zu helfen.

Fotos:

  1. Thomas Heine-Geldern (Bild: Wlodzimierz Redzioch)
  2. Ewelina Ocab - Intiatorin des neuen Gedenktags (Bild: «Kirche in Not»)
  3. Mann mit geschändeter Christus-Statue (Bild: «Kirche in Not»)
  4. Angehörige vor Denkmal für Anschlagsopfer auf Sri Lanka (Bild: «Kirche in Not»)