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  • Eine Ordensschwester gibt einer Seniorin zu Essen, Venezuela
  • Ein Kind vor einer Absperrung, Venezuela
  • Die Menschen stehen an, Venezuela
  • Speisung von Bedürftigen in einer Pfarrei

Hunger, Elend, Coronavirus – Venezuela braucht uns!

Die Coronavirus-Pandemie ist auch in Venezuela angekommen: 329 Personen wurden positiv auf Covid-19 getestet und 10 Personen sind daran gestorben. Die Zahl der Infizierten dürfte wohl höher liegen. Das Land schloss seine Grenzen und befindet sich seit dem 16. März unter Quarantäne. Dabei ist das Coronvirus nur eines der vielen Probleme im Land.

Link zu vier Projekten in Venezuela:  Hier Klicken

Venezuela verfügt zwar über die grössten Erdölreserven der Welt, dennoch leiden 30% der Bevölkerung an Unterernährung, Hunderttausende haben keinen Zugang zu Medikamenten. Das Coronavirus bringt die Bevölkerung zusätzlich in grosse Gefahr, denn die medizinische wie humanitäre Versorgung in Venezuela ist schon seit Jahren desolat. Seit 2015 haben mehr als 4.5 Millionen Menschen das Land verlassen. 

Angst vor Hungersnot
Die leeren Strassen in Venezuela sind nicht nur ein Zeichen, dass die Quarantäne-Vorschriften befolgt werden. Sie drücken auch die ernste Sorge Menschen aus über die Folgen, die eine fortschreitende Ansteckung nach sich ziehen könnte. Doch es kommen noch andere Sorgen hinzu: Viele Menschen in Venezuela sind aufgrund der sozialen Isolierung nicht in der Lage, ihrer Arbeit nachzugehen. „Ich weiss nicht, wie lange wir die Quarantäne ertragen werden, aber wenn das Virus uns nicht tötet, werden wir an Hunger sterben“, sagte Ester Chacón, eine Strassenhändlerin. Mittlerweile sind in sieben Bundesländern Venezuelas Plünderungen und Proteste ausgebrochen, da die Menschen Hunger haben und die Versorgungslage immer düsterer wird.
Ein in einem der wichtigsten Krankenhäuser des Landes tätiger Arzt, der nicht namentlich genannt werden möchte, sagte dem Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)»: „Das venezolanische Gesundheitssystem ist nicht auf die grosse Notlage vorbereitet, die durch steigende Corona-Infektionen hervorgerufen werden könnte. Die prekäre Situation der Krankenhäuser und der Mangel an Medikamenten sind weltweit hinlänglich bekannt.»

Kirche bietet Hoffnung
Viele Menschen sind auf die Armenspeisungen und die medizinische Grundversorgung in den Pfarreien angewiesen. Die Vertreter der Kirche und Freiwillige engagieren sich bei diesen Angeboten. Die Kirche verteilt aber nicht nur Essen und Medikamente, sondern steht den Menschen in Fragen des Glaubens zur Seite und schenkt ihnen Zuversicht, was in diesen Krisenzeiten besonders wichtig ist. Die Kirche ist in Venezuela noch eine der wenigen Institutionen, auf die sich die Menschen verlassen können. Dies auch, da sich die Kirche auf die Hilfe von «Kirche in Not (ACN)» verlassen kann. Alleine im Jahr 2018 half das Hilfswerk mit über CHF 1 Mio.