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Ausbildungshilfe für 46 junge Karmeliten

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Zentralafrikanische Republik 02/2020
 

ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK 2/2020

Jean-Thierry Ebogo aus Kamerun wollte schon mit fünf Jahren Priester werden. Für ihn war Priester zu sein gleichbedeutend damit,  „Jesus zu sein“.  Aber nur ein Jahr, nachdem er 2003 in den Karmelitenorden eingetreten war, wurde an seinem rechten Bein ein bösartiger Tumor gefunden. Auch eine Amputation konnte die Krankheit nicht mehr aufhalten. 

Mit einer Sondererlaubnis legte er am 8. Dezember 2005, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis, in seinem Krankenzimmer die Ewigen Gelübde ab. Seine einzige Sorge war es, ob er noch zum Priester geweiht werden würde. Seine starken Schmerzen ertrug er lächelnd und opferte sie für Priester- und Ordensberufungen auf. „Ich möchte nur geheilt werden, um Priester zu werden“, sagte er. Sein größter Wunsch sollte sich nicht mehr erfüllen, denn er starb kurz darauf mit nur 23 Jahren im Rufe der Heiligkeit.

Vor seinem Tod hatte der junge Jean Thierry Ebogo versprochen, Afrika einen wahren „Regen“ von Priesterberufungen zu schenken. Dieses Versprechen scheint er gehalten zu haben, denn tatsächlich erfreut sich der Orden der Unbeschuhten Karmeliten in Kamerun und besonders in der benachbarten krisengeschüttelten Zentralafrikanischen Republik zahlreicher Berufungen.  Zur Zeit befinden sich 29 junge Karmeliten aus der Zentralafrikanischen Republik und 17 aus Kamerun in der Ausbildung in Bangui, Bouar und Yaoundé.  Wir unterstützen die Ausbildung der jungen Karmeliten regelmäßig und möchten auch in diesem Jahr mit 28.000 Euro helfen, damit die 49 jungen Karmeliten ihren Weg weitergehen können.

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Pater Federico Trinchero, der Prior des Karmelitenklosters von Bangui, in dem ein Teil der jungen Männer ausgebildet wird, schreibt uns: „Die Kirche in der Zentralafrikanischen Republik feiert das 125. Jubiläum ihrer Evangelisierung. Wir danken Ihnen für Ihre konstante und großzügige Hilfe für eine gute menschliche und geistliche Ausbildung der jungen Karmeliten in der Zentralafrikanischen Republik ebenso wie in Kamerun. Sie werden dazu gerufen sein, in einer nicht allzu fernen Zukunft das Werk, das die Missionare begonnen haben, fortzusetzen.“