Skip to navigation (Press Enter) Skip to main content (Press Enter)
  • Beirut, Libanon, Explosion vom 4. August 2020. Bild: P. Samer Nassif
  • Von der heftigen Explosion zerstörter Hafen von Beirut vom 4. August 2020.Bild: Kirche in Not Saglietti
  • Sr. Nicolas Akiki betet vor einem Bild von Jaqueline Jebrin, einer Krankenschwester, die bei der Explosion vom 4. August 2020 getötet wurde.
  • Rosenkranz-Schwestern-Krankenhaus - Nationales BrustpflegezentrumAm 4. August erlitt Beirut eine massive Explosion, die zu einer verheerenden Zerstörung der Stadt und ihres Hafens führte. Das Rosary Sisters Hospital war aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Hafen von Beirut stark betroffen. Das Krankenhaus erleidet umfangreiche strukturelle und Ausrüstungsschäden und ist nicht mehr in allen medizinischen und administrativen Einheiten in Betrieb.
  • Rosenkranz-Schwestern-Krankenhaus - Nationales BrustpflegezentrumAm 4. August erlitt Beirut eine massive Explosion, die zu einer verheerenden Zerstörung der Stadt und ihres Hafens führte. Das Rosary Sisters Hospital war aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Hafen von Beirut stark betroffen. Das Krankenhaus erleidet umfangreiche strukturelle und Ausrüstungsschäden und ist nicht mehr in allen medizinischen und administrativen Einheiten in Betrieb.
  • Wiederaufbau der Kirchen in Beirut

ACN unterstützt den Wiederaufbau Beiruts mit fünf Millionen Euros

Das internationale Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» hat das Hilfsprogramm für die von der Explosion in Beirut am 4. August betroffenen Christen auf fünf Millionen Euro aufgestockt. Dabei handelt es sich um Projekte für den Wiederaufbau kirchlicher Gebäude, die alle in unmittelbarer Nähe der Stelle der Explosion liegen. Mitarbeiter des Hilfswerkes waren im September in Beirut zu Besuch und haben zusammen mit der Ortskirche diese Projekte als Priorität ermittelt.

Zu den Projekten, deren Unterstützung das Hilfswerk zugesagt hat, gehört die maronitische St.-Georgs-Kathedrale in der Innenstadt von Beirut, ein Symbol der historischen katholischen Präsenz in der libanesischen Hauptstadt. «Kirche in Not (ACN)» wird ebenfalls den Wiederaufbau der 1890 erbauten griechisch-melkitischen Kirche Saint-Sauveur unterstützen.

Grossser Kraftakt 
Ausserdem wird «Kirche in Not (ACN)» den Wiederaufbau mehrerer Klöster von Ordensfrauen unterstützen, etwa den Wohnbereich der Schwestern des Heiligen Rosenkranzes im von ihnen geführten Krankenhaus und das Mutterhaus der Kongregation von den Heiligsten Herzens Jesu und Mariens. „Vorrangig geht es dem Hilfswerk zunächst darum, die notwendigen Mittel aufzubringen, um die noch vor dem Winter erforderlichen Notarbeiten durchzuführen. Damit sollen weitere Schäden, beispielsweise durch Regen, verhindert und die Gebäude nutzbar gemacht werden“, so der geschäftsführende Präsident von «Kirche in Not (ACN)», Thomas Heine-Geldern.
Unmittelbar nach der Katastrophe leistete «Kirche in Not (ACN)» eine erste Nothilfe in Höhe von 250.000 euros für 5.880 Familien. Das Hilfswerk konzentriert sich nun auf den Wiederaufbau und die Instandsetzung der Infrastruktur der verschiedenen christlichen Gemeinschaften und Riten des Libanon. Dies wird in enger Abstimmung mit der Ortskirche und anderen katholischen Hilfsorganisationen durchgeführt.

Gebäutelter Staat
Am 4. August 2020 explodierten mehr als zwei tausend Tonnen Ammoniumnitrat im Hafen von Beirut. Sie lösten eine der größten nicht-nuklearen Explosionen aus, die jemals registriert wurden. Dabei kamen mindestens 200 Menschen ums Leben, 6500 wurden verletzt und 90 000 Häuser beschädigt. Die am stärksten betroffenen Gemeinden befinden sich in den christlichen Vierteln.
Die Lage im Land ist äusserst besorgniserregend, da es bereits weitere grosse Krisen bewältigen muss: die durch die Covid-19-Pandemie verursachte Gesundheitskrise sowie die Wirtschaftskrise, die durch die Zunahme der Staatsverschuldung und den Zusammenbruch des libanesischen Pfunds, das gegenüber dem Dollar mehr als 80% seines Wertes verloren hat, ausgelöst wurde.
 „Viele Christen im Libanon fühlen sich in dieser extrem schwierigen Zeit vergessen und erwägen die Emigration als Lösung ihrer Probleme. Papst Johannes Paul II. hat die besondere Mission des Libanon im Nahen Osten hervorgehoben. «Kirche in Not (ACN)» wird dem zufolge die Christen in diesem Land weiter unterstützen und nicht alleine lassen“, so Heine-Geldern.