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  • Altarraum der Jesuitenkirche Luzern am vergangenen Sonntag: Von Links nach Rechts: Pfarrer Thomas Rellstab, Programmdirektor von Radio Maria Deutschschweiz; Pfarrer Stefanus Wolo Itu, Pfarrer aus Stein AG; Diakon Urban Camenzind; Pfarrer Adriano Burali, Pfarrer in Bauma ZH und Geistlicher Assistent von «Kirche in Not (ACN)» CH/FL; Pater Dr. Kornelius Politzky, Vorstandsmitglied von «Kirche in Not (ACN)» CH/FL
  • Christian de Raemy, Vizepräsident des Vorstands des Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)» Schweiz/Liechtenstein, trägt die 2. Lesung vor. (Bild: «Kirche in Not (ACN)»)
  • Die Luzerner Jesuitenkirche erstrahlte am Sonntagabend (17.01.2021) in roter Farbei - in Gedenken an die weltweit 200 Mio. verfolgten und bedrängten Christinnen und Christen. (Foto: «Kirche in Not (ACN)»)
  • Pfarrer Adriano Burali, Geistlicher Assistent des Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)» nach dem Gedenkgottesdienst in der Jesuitenkirche Luzern «Kirche in Not (ACN)» (Bild: «Kirche in Not (ACN)» )

Die Jesuitenkirche in Luzern erleuchtete in Rot

In der Jesuitenkirche Luzern fand am Sonntag, 17. Januar 2021, um 10.00 Uhr der Gedenkgottesdienst für den 2003 verstorbenen Gründer des Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)», Pater Werenfried van Straaten, und die verfolgten Christen, statt. Hauptzelebrant war Pfarrer Adriano Burali, Pfarrer in Bauma ZH und nationaler Geistlicher Assistent des Hilfswerks seit 1998. Speziell an diesem Sonntag war, dass die Front der Jesuitenkirche am Sonntagabend von 18.00 bis 23.00 Uhr rot angeleuchtet wurde. Ab 18.00 Uhr gab es vor der Jesuitenkirche eine stille Mahnwachem, an welcher der weltweit 200 Mio. verfolgter Christen gedacht wurde.

 

Die diesjährige Ausgabe des traditionell in der Jesuitenkirche Luzern durchgeführten Gottesdiensts, in Erinnerung an den Gründer des Hilfswerks, stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie und dem vielen Schnee. Normalerweise finden sich zu diesem Gottesdienst Hunderte von Gläubigen ein, am Sonntag war die Anzahl infolge der Corona-Bestimmungen auf 50 begrenzt. Via Radio und Livestream konnten dennoch viele Interessierte dem Gottesdienst von zu Hause aus beiwohnen. Das wäre ganz im Sinn von Pater Werenfried gewesen, der das Hilfswerk ebenfalls mit einer etwas ungewöhnlichen Idee ins Leben rief. Ende 1947 rief er als junger Pater in einem Zeitungsartikel in Belgien und Holland zur Hilfe für die im Elend lebenden Deutschen auf. Trotz des teils grossen Unverständnisses über seinen Hilfs-Appell für den ehemaligen Kriegsgegner, erwies sich sein Aufruf als Erfolg. Damit beginnt die erfolgreiche Geschichte des Hilfswerks und Pater Werenfried gilt als der Grösste «Bettler des 20. Jahrhunderts». Über den Gründer des Hilfswerks sprach auch der Prediger, Pfarrer Burali. Er kam etliche Male mit Pater Werenfried zusammen. Es waren für ihn beeindruckende Begegnungen, die ihn bis heute inspirieren. Mit Freude wirkt Adriano Burali als Geistlicher Assistent von «Kirche in Not (ACN)» Schweiz/Liechtenstein. Er kommt immer wieder mit den Mitarbeitern des Hilfswerks zusammen, unterstützt sie bei seelsorgerlichen Fragen und beantwortet theologische Frauen von Wohltäterinnen und Wohltätern. Das Wichtigste für ihn an dieser Tätigkeit als Geistlicher Assistent ist die Verbundenheit und die Unterstützung der armen und bedrängten Kirche weltweit: «Wir helfen dem Christen im Irak, der armen Christin in Venezuela und stehen auch der vom Staat bedrängten Christen in China bei. Solche Projekte und Initiativen zu unterstützten bedeutet mir sehr viel!»
In der Kirche wurde das Opfer für ein Projekt in Syrien aufgenommen, das die Abgabe von Milch an bedürftige Familie ermöglicht. Dieses Projekt existiert seit 2015 und es kommen monatlich 2850 Kinder in den Genuss von Milch. Da nur wenige Menschen in der Kirche sein durften, wurde via Livestream und Radio auf die Online-Spende-Möglichkeit aufmerksam gemacht.

Die in Rot getauchte Jesuitenkirche Luzern
Seit 2015 gibt es weltweit solche von «Kirche in Not (ACN)» organisierten Aktionstage, bei denen bedeutende Gebäude und Kirchen als Zeichen der Solidarität mit verfolgten Christen rot angestrahlt werden. 2015 erstrahlten das britische Parlamentsgebäude und der Westminster Abbey in Rot, am 12. Oktober 2017 die Sacré Coeur in Paris und am 22. November 2017 die Kathedrale in Manila. Spektakulär war es, als am 24. Februar 2018 das Kolosseum rot aufleuchtete. An diesen Aktionstagen treffen sich Christen verschiedener Konfessionen zum Gebet und Gedenken für verfolgte Christen. In Luzern erstrahlte am Sonntag erstmals auch ein Gebäude in Rot – die Jesuitenkirche. Ihre Fassade erstrahlte zwischen 18.00 und 23.00 Uhr, dies in Gedenken der weltweit verfolgten und bedrängten 200 Mio. Christen. Mitarbeiter des Hilfswerks und Interessierte hielten vor der Kirche in Stille eine Mahnwache ab, und informierten über das tragische Schicksal der Christenverfolgung in der Neuzeit.