Skip to navigation (Press Enter) Skip to main content (Press Enter)
  • (Foto: «Kirche in Not (ACN)»)
  • (Foto: «Kirche in Not (ACN)»)
  • (Foto: «Kirche in Not (ACN)»)
  • (Foto: «Kirche in Not (ACN)»)
  • (Foto: «Kirche in Not (ACN)»)
  • (Foto: «Kirche in Not (ACN)»)
  • (Foto: «Kirche in Not (ACN)»)
  • (Foto: «Kirche in Not (ACN)»)
  • (Foto: «Kirche in Not (ACN)»)

Ein Jahr Krieg in der Ukraine: «Kirche in Not (ACN)» hat bislang mit fast CHF 10 Millionen geholfen

Im vergangenen Jahr hat das weltweit tätige Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» für die notleidenden Menschen in der Ukraine 292 Projekte in einem Umfang von fast CHF zehn Millionen unterstützt. Das geht aus einer vorläufigen Bilanz des Hilfswerks zum ersten Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine hervor.

Als Hilfswerk, das seit nahezu 70 Jahren eng mit der katholischen Kirche in der Ukraine verbunden ist, waren wir in der Lage, sofort zu helfen“, erklärt Jan Probst Geschäftsführer von «Kirche in Not (ACN)» Schweiz/Liechtenstein. Diese ersten Anstrengungen hätten sich im Verlauf des ersten Kriegsjahres vervielfacht. „Die Solidarität unserer Wohltäter weltweit und auch in der Schweiz und in Liechtenstein war überwältigend. Wir dürfen und werden auch jetzt nicht nachlassen. Die Kirchen in der Ukraine sind Zuflucht und Hoffnung für unzählige Menschen, denen der Krieg alles genommen hat.“

Über 15 000 Personen unmittelbar geholfen
Berechnungen von «Kirche in Not (ACN)» kam die Hilfe mehr als 15 000 Menschen in der Ukraine unmittelbar zugute und wurde über die Diözesen der römisch-katholischen wie der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche verteilt. Der grösste Teil floss in Existenzhilfen, damit Gemeindepfarrer, Ordensleute sowie diözesane Mitarbeiter in den umkämpften Gebieten ihre seelsorgliche und karitative Arbeit fortsetzen können. Viele kirchliche Mitarbeiter sind nicht geflohen, sondern sind auch unter Lebensgefahr bei den ihnen anvertrauten Menschen geblieben.
Zahlreiche Klöster und Priesterseminare vor allem in der Westukraine haben ihre Türen für Flüchtlingen geöffnet. „Kirche in Not“ hat die Versorgung dieser Menschen mitfinanziert sowie bei der Umrüstung von Küchen, Schlafräumen und Essensausgaben zum Beispiel mit mobilen Öfen und Haushaltswaren geholfen. Insgesamt konnten durch die Hilfe von «Kirche in Not (ACN)» rund 2500 Menschen in den kirchlichen Flüchtlingsunterkünften versorgt werden.
Kinder und Jugendliche leiden unter dem Krieg besonders; viele wurden aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen oder sind traumatisiert. «Kirche in Not (ACN)» hat im ersten Kriegsjahr Freizeitmassnahmen und die Betreuung in kirchlichen Jugendhilfe-Einrichtungen für rund 2000 junge Menschen finanziert. Dazu zählten zum Beispiel Ferienlager in sicheren Gebieten.

Viele leben ohne Strom und Heizung
Da durch russischen Beschuss zahlreiche Strom- und Gasleitungen beschädigt sind, leben hunderttausende Menschen ohne Strom, Gas und Wasser. «Kirche in Not (ACN)» hat 205 Stromgeneratoren und 78 Heizungssysteme für Klöster und Pfarreien finanziert, damit dort Menschen tageweise oder ganz unterkommen können. Zusätzlich finanzierte das Hilfswerk 25 Bau- und Renovierungsprojekte, bei denen zum Beispiel zerborstene Fenster ausgetauscht und Heizungen auf nachhaltige Energieformen umgerüstet wurden.
Ein grosser Bedarf besteht bei zahlreichen Projektpartnern nach wie vor an geländegängigen Fahrzeugen, um Hilfsgüter von Polen oder der Westukraine aus im ganzen Land zu verteilen. «Kirche in Not (ACN)» konnte 80 solcher Fahrzeuge finanzieren.

„Ihre Gebete und Hilfen halten uns auf den Beinen“
Das Hilfswerk erhält zahlreiche Botschaften der Dankbarkeit von seinen lokalen Projektpartnern der Ukraine. So teilte das Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, Grosserzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, in einer Videobotschaft mit: „Ich sende den Dank aus der Ukraine, mitten in der Kälte. Ohne Strom, ohne Heizung.“ Der römisch-katholische Erzbischof Mieczyslaw Mokrzycki aus Lemberg sprach ebenfalls seinen „aufrichtigen Dank an alle Wohltäter von ,Kirche in Not (ACN)’“ aus und bat sie, „der Ukraine auch weiterhin ihre Hilfe zukommen zu lassen“.
Bei einer von «Kirche in Not (ACN)» veranstalteten Videokonferenz Anfang Februar hatte der Vertreter des Heiligen Stuhls in der Ukraine, Nuntius Visvaldas Kulbokas, erklärt: „Wir spüren Ihre Gegenwart und Ihre Gebete. Das ist sehr wichtig, um uns auf den Beinen zu halten, und wir sind dankbar dafür.“

Das Hilfswerk führt am Wallfahrtsort Einsiedeln SZ am Sonntag, 21.05.2023, seine traditionelle Wallfahrt durch. Im Zentrum stehen dabei die Situation und die Hilfe in der Ukraine. Gäste sind unter anderem der Weihbischof der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche aus Lemberg, Wolodymyr Hruza, und Marco Mencaglia, verantwortlich bei«Kirche in Not (ACN)» International für Projekte in (West-)Europa. Link zur Wallfahrt.

Unterstützen Sie die leidenden Menschen in der Ukraine mit Ihrer Spende.