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Gemeinschaft Shalom

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Brasilien 04/2019
 

Erfolgsgeschichte: Messstipendien für 19 Priester der Gemeinschaft Shalom

Die katholische Gemeinschaft Shalom wurde 1982 in Brasilien gegründet. Ihre Mitglieder sind Jugendliche, Familien, Ehepaare und Priester, die in sogenannten „Lebensgemeinschaften“ zusammenleben und sich in den Dienst der Evangelisierung vor allem der Jugend stellen. Die tägliche Feier der Heiligen Messe, das persönliche Gebet, die Betrachtung der Heiligen Schrift und die radikale Nachfolge Christi prägen das Leben der heute rund 3000 Mitglieder in zwanzig Ländern. «Kirche in Not (ACN)» hat im vergangenen Jahr an 19 in Brasilien lebende Priester der Gemeinschaft Messstipendien in Höhe von insgesamt 9.200 Euro weitergeleitet.

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Gläubige haben den Priestern seit jeher Messstipendien erteilt, das heisst, sie haben die Priester um eine Heilige Messe in bestimmten Anliegen gebeten und ihnen dafür Geld oder andere kleine Gaben gegeben. Dabei geht es nicht darum, die Heilige Messe zu „bezahlen“, sondern zu zeigen, dass wir als Christen Schwestern und Brüder sind und die Priester, die, ohne Opfer und Mühen zu scheuen, Christus verkünden, zu unterstützen und ihnen zu danken.

Einer dieser 19 Priester ist der 46jährige Pater Jairo Barbosa Leite. Er ist seit 25 Jahren Mitglied der Gemeinschaft Shalom. Seitdem er im Oktober 2015 Renovierungsarbeiten in seiner Pfarrkirche besichtigte und dabei fünf Meter in die Tiefe fiel, ist er querschnittsgelähmt. Von einem „Unglück“ oder einem „Schicksalsschlag“ will Pater Jairo jedoch nicht sprechen. Er erklärt: „Natürlich war es ein Schock, als mit klar wurde, das ich für immer gelähmt bleiben würde. Aber ich habe dann verstanden, dass es keine Last ist, sondern eine Gnade. Viele denken, dass man nur glücklich ist, wenn alles gut läuft. Aber ich bin glücklich und fühle mich von der Gnade getroffen, und zwar gerade dadurch, dass ich mich als abhängig von anderen erlebe. Und ich kann sogar Menschen, die dem Glauben fernstehen, erreichen, denn sie fragen sich, warum ich glücklich bin. Ich sehe es als Vorsehung Gottes an.  Auch gelähmt im Rollstuhl sitzend erkenne ich, welchen Nutzen mein Dienst durch das Gebetsleben, die Nachtwachen, die Eucharistiefeier, das Beichtehören und die Kurse, die ich halte, hat. Ich bin froh zu sehen, dass Gott mein Priestertum nutzt. Wie gut ist es, trotz meiner Schwächen, meiner Sünden die Hand Gottes und Sein Eingreifen zu sehen!“

Im Namen seiner Mitbrüder dankt Pater Jairo für die Messstipendien, die unsere Wohltäter gestiftet haben: „Ich danke allen Wohltätern Ihres Hilfswerkes und bezeuge, dass ihre Spende dabei hilft, durch die Kirche und die Männer der Kirche, die in aller Welt verstreut tätig sind, Seelen zu retten.“