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Äthiopien 02/2020
 

ÄTHIOPIEN 2/2020

Die Heilig-Kreuz-Pfarrei mit Sitz in Dhadim liegt in einem abgelegenen und unterentwickelten Gebiet im Süden Äthiopiens. Die Einwohner gehören dem Stamm der Borana an. Bis in die jüngste Vergangenheit hinein waren sie Nomaden. Heute werden mehr und mehr von ihnen sesshaft, ein Teil von ihnen zieht aber noch immer den Viehherden hinterher. 

Zur Zeit sind 5.000 der 9.000 Einwohner der Pfarrei katholisch, aber die Zahl der Taufbewerber steigt. Die Pfarrei ist sehr lebendig: Es gibt Katechesen und Bibelkreise, und auch die Berufungspastoral zeigt bereits erste Früchte, denn zwei Mädchen möchten Ordensschwestern werden, und fünf Jungen zeigen Interesse am Priestertum.  Überhaupt ist die Jugend sehr aktiv:  250 junge Leute engagieren sich regelmäßig in der Pfarrei.  Dank der Hilfe von ACN können jedes Jahr 65 bis 100 Jugendliche an einem dreitägigen pastoralen Programm in einer anderen Diözese teilnehmen. Pfarrer Kenneth Iwunna, ein Missionar aus Nigeria, berichtet:  „Die meisten von ihnen sind noch nie woanders gewesen als in ihrem eigenen Dorf. Für sie ist es eine wichtige Erfahrung, mit Jugendlichen von anderen Volksstämmen zusammenzukommen und Erfahrungen auszutauschen. Sie sprechen zwar nicht dieselbe Sprache, aber wir sorgen dafür, dass jemand dolmetscht.  Die Jugendliche wachsen im Glauben und machen eine neue Erfahrung der Kirche. Diese Tage sind nicht nur für sie selbst von Vorteil, sondern sie sind ein Gewinn für die ganze Gemeinde. Denn wenn die Jugendlichen zurückkommen, berichten sie in der Kirche von ihren Erfahrungen. Und auch die älteren Leute sind sehr daran interessiert.“

Dank der Unterstützung durch ACN konnte auch ein Programm für Ehepaare ins Leben gerufen werden, die den christlichen Glauben angenommen haben. Für die neugetauften Erwachsenen ist es ein Problem, dass sie nicht kirchlich getraut sind, denn so dürfen sie die Kommunion nicht empfangen. Aber viele können sich die Ringe, die festliche Kleidung und die Feier, die sie dann ausrichten müssen, nicht leisten. So veranstaltet die Pfarrei Trauungen jeweils für mehrere Paare, denen alles zur Verfügung gestellt wird, was sie für die Feier brauchen. „Es ist eine große Erleichterung für die Paare, wenn sie endlich kirchlich getraut sind und die Kommunion empfangen können“, berichtet der Pfarrer. 

Insgesamt hat sich das Leben durch das Engagement der Kirche spürbar verändert: In der Vergangenheit kam es nicht selten zu Stammesfehden. Die Versöhnungsarbeit der Kirche hat stark dazu beigetragen, dass sich die Lage beruhigt hat, und auch die Situation der Frauen hat sich wesentlich verbessert. Traditionell haben Frauen bei den Borana nichts zu sagen und dürfen außerhalb des häuslichen Bereichs nichts tun. Dies hat sich durch die Arbeit der Kirche verändert: Heute besuchen immer mehr Mädchen die Schule, und Frauen können sogar als Katechetinnen arbeiten.

Auch in diesem Jahr möchte ACN die pastorale Arbeit in der Pfarrei wieder mit 5.000 Euro unterstützen. Die Hilfe dient für die Aus- und Weiterbildung von Katecheten, für die im Artikel beschriebenen Jugendtreffen und die Hochzeitsfeiern für Paare, die nach ihrer Taufe kirchlich heiraten wollen. Außerdem werden Besinnungstage und andere pastorale Aktivitäten organisiert.