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Jugendzentrum in Bosnien

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Bosnien und Herzegowina 05/2019
 

Fertigstellung Jugendpastoralzentrums „St. Johannes Paul II.“ Nordbosnien

2015 wurde in Sarajewo, der Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina ein Jugendpastoralzentrum eingeweiht, das allen Volksgruppen des Landes offensteht. Es wurde dem heiligen Papst Johannes Paul II. geweiht, dem besonders die Jugend am Herzen lag und der beispielweise mit den Weltjugendtagen bleibende Impulse für die Jugend ins Leben gerufen hat.

Das Zentrum  ist ein voller Erfolg: Jedes Jahr nehmen rund 10.000 Jugendliche ab dem Alter von 10 Jahren an den  pastoralen Treffen, Schulungen und Freizeiten teil. Das Motto lautet: „Begegnung -Versöhnung – gemeinsam Frieden und Zukunft gestalten“. Das Zentrum hat 20 Vollzeitmitarbeiter, die zusammen mit rund 300 Freiwilligen die vielen pastoralen Aktivitäten durchführen. Die Entstehung des Zentrums wurde von «Kirche in Not (ACN)» mit rund einer halben Million Euro unterstützt.

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ihren Heimatpfarreien sehr aktiv. Sie zeigen, dass es möglich ist, in diesem Lande friedlich zusammenzuleben, Arbeit zu finden, eine Familie zu gründen und ein Leben aufzubauen. Ziel ist es auch,  das Miteinander der verschiedenen Volksgruppen und Religionen zu fördern, um Brücken für eine friedliche Zukunft zu bauen. Gerade die Jugendarbeit ist wichtig – für eine bessere Zukunft, aber auch für das Überleben der Kirche. Denn während des Bosnienkrieges (1992 bis 1995) wurde jeder zweite der damals rund 500.000 katholischen Kroaten vertrieben oder wanderte aus. Bis heute verlassen jährlich ca. 10.000 Menschen das Land, darunter viele Katholiken, weil sie auf dem Arbeitsmarkt, in den Schulen und im gesellschaftlichen Leben benachteiligt werden und keine Perspektive sehen. Aber Jugendliche, die tief in ihren Gemeinden verwurzelt sind, bleiben und glauben an die Zukunft.

Da die Kapazitäten des Zentrums in Sarajewo für die hohe Nachfrage zu gering sind, wurde in Nordbosnien ein weiteres Haus eröffnet, das eine Art Filiale darstellt. Es bietet Übernachtungsmöglichkeiten für zehn Personen und  veranstaltet ebenfalls zahlreiche Aktivitäten, beispielsweise Seminare für Jugendgruppenleiter, interreligiöse und ökumenische Initiativen und vieles mehr. Auf dem Gelände des Hauses gibt es zudem eine Farm mit Tieren und einen Obstgarten, wo junge Leute Arbeit finden. Das Zentrum wurde bereits in Betrieb genommen aber es müssen noch letzte Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden, beispielsweise an den Bädern und WCs. Zudem soll draußen auf dem Gelände eine Art Bühne und Sitzmöglichkeiten für Veranstaltungen unter freiem Himmel entstehen. «Kirche in Not (ACN)» möchte mit 20.000 Euro helfen, damit die Arbeiten an dem Haus abgeschlossen werden können.