Eine Schulklasse im Libanon während einer Lektion. (Foto: ACN)

Eine Schulklasse im Libanon während einer Lektion. (Foto: ACN)

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18'000 Schulkinder und Lehrkräfte werden im Nahen Osten unterstützt

Kriege, wirtschaftliche Not und Abwanderung setzen christliche Schulen im Nahen Osten zunehmend unter Druck. KIRCHE IN NOT (ACN) steht deshalb den Schulen und Schülern bei.

KIRCHE IN NOT (ACN) unterstützt im laufenden Schuljahr mehr als 15'000 Schülerinnen und Schüler an über 200 christlichen Schulen im Libanon, in Syrien und im Heiligen Land. Auch rund 2500 Lehrkräfte profitieren von der Hilfe.

Allein in diesem und im vergangenen Jahr stellte KIRCHE IN NOT (ACN) rund CHF 2,6 für Schulen und Bildungsprojekte in den drei Regionen bereit.

Libanon: Schulen kämpfen ums Überleben

Besonders schwierig ist die Lage im Libanon. Seit dem Zusammenbruch des Bankensystems können viele Familien das Schulgeld ihrer Kinder kaum noch bezahlen. Die jüngsten kriegerischen Auseinandersetzungen haben die Not weiter verschärft. Vor allem im Süden wurden durch die kriegerischen Auseinandersetzungen zahlreiche Menschen vertrieben und Lebensgrundlagen zerstört.

Für die christlichen Schulen ist dies existenzbedrohend: Sie finanzieren sich weitgehend über Schulgelder und müssen gleichzeitig die Löhne ihrer Lehrkräfte bezahlen.

«Die Lehrer müssen weiterbezahlt werden, um zu verhindern, dass wir sie verlieren», erklärt Marielle Boutros, die für KIRCHE IN NOT (ACN) Projekte im Libanon und in Syrien koordiniert. Durch die starke Abwanderung fehle es bereits an qualifizierten Lehrkräften.

Auch in Syrien bleibt die Situation schwierig. Die Unsicherheit sei inzwischen «zur neuen Normalität» geworden, so Boutros. Vor allem die wirtschaftliche Not – trotz der neuen Regierung - belastet Familien und Schulen: «Es ist wichtig zu verstehen, dass Syrien die Krise noch nicht überwunden hat.»

 

Marielle Boutros koordiniert die Projekte des Hilfswerks im Nahen Osten. (Foto: ACN)

Marielle Boutros koordiniert die Projekte des Hilfswerks im Nahen Osten. (Foto: ACN)

Kinder besuchen in Syrien einen Kindergarten. (Foto: ACN)

Kinder besuchen in Syrien einen Kindergarten. (Foto: ACN)

Orte des Lernens und des Miteinanders

Auch im Heiligen Land betreiben die christlichen Kirchen ein grosses Bildungsnetzwerk. Allein das Lateinische Patriarchat von Jerusalem unterhält in Israel, den Palästinensischen Gebieten und Jordanien 43 Schulen und 35 Kindergärten mit rund 20'000 Schülerinnen und Schülern.

Die anhaltenden Auseinandersetzungen erschweren den Schulbetrieb zusätzlich. Davon betroffen sind auch Lehrkräfte, die im Westjordanland leben und für ihre Arbeit in Israel eine Einreisegenehmigung benötigen.

Christliche Schulen sind jedoch weit mehr als Bildungseinrichtungen für die christliche Minderheit. Die meisten stehen auch Kindern anderer Religionen offen. So entstehen Orte, an denen Kinder unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften gemeinsam lernen und ein friedliches Miteinander erfahren.

Schulbesuche sind im Libanon dank KIRCHE IN NOT (ACN) möglich. (Foto: ACN)

Schulbesuche sind im Libanon dank KIRCHE IN NOT (ACN) möglich. (Foto: ACN)

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