Ein Lager für Flüchtlinge in Kaya, Burkina Faso ©ACN

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Galt das Land bis vor wenigen Jahren als Hort des Friedens, so hat sich das in den letzten Jahren gewandelt. Radikalislamistische Gruppen verbreiten Terror und Gewalt.
Mehr als 2 Mio. Bewohner des Landes sind Binnenflüchtlinge und über 6000 Schulen mussten geschlossen werden. Über diese grausame Realität spricht der katholische Pfarrer Jacques Sawadogo, der gut Deutsch spricht, in verschiedenen Pfarreien zwischen dem 14. und 22.11.2026 im Rahmen der RED WEEK. 413 Millionen Christen leben in Ländern, in denen die
Religionsfreiheit massiv verletzt wird; davon leben etwa 220 Millionen in Ländern, in denen sie unmittelbar von Verfolgung bedroht sind.
Burkina Faso galt früher als eine Oase des Friedens, in der die verschiedenen Religionen harmonisch zusammenlebten. Ohne Schwierigkeiten konnten Muslime und Christen untereinander heiraten. Der Name Burkina Faso kann mit "Land der ehrenhaften Menschen" oder "Land der aufrechten Menschen" übersetzt werden. Es gilt als eines der ärmsten Länder.
Flüchtlingsfrauen bereiten in Burkina Faso eine warme Mahlzeit vor. (Foto: ACN)

Seit 2015 erlebt Burkina Faso jedoch einen beispiellosen Anstieg des Terrorismus. Wie Abbé Jacques berichtet: "Die Angriffe der Terroristen stiften Unruhe, was das friedliche Zusammenleben in vielen Teilen des Landes stört."
Der islamistische Terrorismus allgegenwärtig: "Direkt oder indirekt ist jeder oder jede betroffen. Alle kennen jemanden in der Familie oder im Bekanntenkreis, die Opfer des Terrorismus geworden sind." Fast 50% der Fläche wird von Aufständischen kontrolliert. Bis jetzt gelang es der Militärjunta nicht, dem Treiben der Aufständischen ein Ende zu bereiten. Das Militär intensiviert die Zusammenarbeit mit Russland, das dem Junta Soldaten und Waffen zur Verfügung stellt.
Viele Kirchen müssen bewacht oder geschlossen werden. In gefährdeten Gegenden verkleiden sich katholische Krankenschwestern als Musliminnen, damit sie in die Dörfer gehen, um dort ihre Patienten zu behandeln. Christliche Mädchen tragen einen Ganzkörperschleier, um zur Schule zu gehen, um nicht aufzufallen.
Burkina Faso hat sich an vielen Orten zu einer Brutstätte für Märtyrer entwickelt.
Abbé Jacques Sawadogo ruft zu Solidarität und Gemeinschaft mit den verfolgten burkinischen Christen auf: "Burkina Faso braucht das Gebet für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung.“ KIRCHE IN NOT (ACN) hilft Pfarreien und religiösen Gemeinschaften, die ihrerseits der leidenden Bevölkerung helfen, indem sie Lebensmittel und Medikamente verteilen.
Ein besonders wertvolles Projekt war die Reaktion auf die Schliessung zahlreicher Schulen und Pfarreien, indem ein Radio, eine Solarlampe und ein USB-Stick mit aufgezeichneten Unterrichtsstunden und Katechese für Kinder im schulpflichtigen Alter an 800 katholische Familien abgegeben wurden. Diese Familien mussten vor den Dschihadisten fliehen und liessen ihr Hab und Gut zurück. Damit sollte sichergestellt werden, dass die Kinder dem Unterricht weiter folgen konnten.
Angst und Schrecken breiten sich in Burkina Faso aus - besonders betroffen sind Christen ©ACN

Abbé Jacques Sawadogo, katholischer Priester aus Burkina Faso ©ACN

Im Jahr 1980 wurde er in Burkina Faso geboren. Während seiner Schulzeit spürte er ein Interesse an der Religion. Dies wurde so stark, dass er sich er sich entschloss Philosophie und katholische Theologie zu studieren. Zunächst begann er seine Studien in seiner Heimat, eher er an die Universität in Tamalé, Ghana, wechselte. 2008 empfing er die Priesterweihe und war dann unter anderem auch in Burkina Faso in einem Priesterseminar als Dozent tätig.
Ab 2016 wirkt er als Seelsorger in verschiedenen Pfarreien in Frankreich, eher er 2022 nach Deutschland ging, um an der theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main Dogmatik zu vertiefen.
Abbé Jacques Sawadogo bittet eindringlich um Solidarität mit den Christen in Burkina Faso. «Unser Land braucht das Gebet für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung», sagt er. Abbé Jacques Sawadogo möchte mit seinem Besuch auf die dramatische Lage in Burkina Faso aufmerksam machen, Solidarität mit verfolgten Christen wecken und dringend benötigte Hilfe durch Gebet, Engagement und Spenden mobilisieren. Er will zeigen, dass Hoffnung und Glaube auch inmitten von Gewalt und Flucht lebendig bleiben. KIRCHE IN NOT (ACN) unterstützt die Pfarreien und Ordensgemeinschaften, die den leidenden Menschen vor Ort beistehen – mit Lebensmitteln, Medikamenten und seelsorgerischer Hilfe.
Unterstützen Sie geflüchtete Familien in Burkina Faso mit Ihrer Spende. ©ACN

Ihre Hilfe zählt für das Schicksal der Christen in Burkina Faso ©ACN

Mit Ihrer Spende helfen Sie den bedrohten Christen in Burkina Faso. Sie ermöglichen lebenswichtige Hilfe mit Lebensmitteln, Medikamenten und Bildungsangeboten, stärken den Glauben und schenken Hoffnung sowie neuen Lebensmut inmitten von Gefahr. Dank Ihrer Unterstützung können Kinder weiter lernen, Familien aufatmen und mitten in der Angst spüren, dass sie nicht allein sind – und trotz Gewalt eine Zukunft haben.
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