Kardinal Kurt Koch mit Pater Anton Lässer bei der Feier der Heiligen Messe.

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Kardinal Kurt Koch besuchte als neuer Präsident des Hilfswerks am 3. Februar erstmals die Zentrale von KIRCHE IN NOT (ACN) in Deutschland. Ende Mai wird der Schweizer Kardinal seine Heimat besuchen.
Kurz nach seiner Ernennung zum Präsidenten von KIRCHE IN NOT (ACN) international hat Kardinal Kurt Koch am 3. Februar die internationale Zentrale des Hilfswerks in Königstein im Taunus in Deutschland besucht. Der Schweizer Kardinal nutzte diesen Termin für einen persönlichen Austausch mit den Mitarbeitenden und betonte die doppelte Mission des Hilfswerks: Menschen in Not sowohl materiell als auch geistlich zu unterstützen. „Es ist mir eine grosse Freude, Präsident dieser wunderbaren Organisation zu sein“, sagte der 75-Jährige.
Während seines Antrittsbesuchs berichtete er von seinen bisherigen Erfahrungen mit KIRCHE IN NOT (ACN) und hob hervor, wie wichtig es ist, Christen in Not nicht allein zu lassen. „Wir sind aufgerufen, den Menschen zu helfen, soweit es uns möglich ist, finanziell, aber das Wichtigste ist, dass wir an sie denken und für sie beten. Immer wieder erlebe ich, dass Menschen in Not zu mir sagen: ‚Es ist wichtig, dass Sie uns nicht allein lassen. Denken Sie an uns, beten Sie für uns.‘ Und wenn wir sie darüber hinaus auch finanziell unterstützen können, dann ist das ebenfalls gut“, erklärte Kardinal Koch.
Kurt Kardinal Koch und Regina Lynch, Exekutive Präsidentin KIRCHE IN NOT (ACN) ©ACN

Der Kardinal machte deutlich, dass das Engagement von KIRCHE IN NOT (ACN) weit über materielle Hilfe hinausgeht. „Wir haben die grosse Freude, die Botschaft Jesu Christi empfangen zu haben und diese weitergeben zu dürfen, damit die Menschen in Freude leben können. Viele Menschen befinden sich jedoch in Schwierigkeiten, in grosser Not und Bedürftigkeit. Es ist unsere Aufgabe, ihnen zu helfen – einerseits materiell, andererseits, indem wir ihnen das grosse Geschenk des Glaubens, des Evangeliums, anbieten.“ Er erinnerte an die Worte von Papst Benedikt: „Wer den Menschen nicht Gott gibt, auch wenn er ihnen sonst noch so viel bietet, gibt ihnen zu wenig. Geben wir den Menschen also das Wichtigste, das Schönste, das Größte: die Erfahrung der Gegenwart Gottes, wie er sich in Jesus Christus offenbart hat.“
Kardinal Kurt Koch kommt nach Einsiedeln ©ACN

Kardinal Koch wird am 31. Mai 2026 Hauptzelebrant bei der KIRCHE IN NOT (ACN)-Wallfahrt in Einsiedeln sein. Die Wallfahrt bietet die Möglichkeit zum Gebet, inspirierende Impulse aus der Weltkirche und die Gelegenheit, Not leidende Christen nicht nur materiell sondern auch geistlich zu unterstützen.
Als Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen bringt Koch, der aus dem Kanton Luzern stammt, seine umfassende Erfahrung in interreligiösem Dialog in die Arbeit von KIRCHE IN NOT (ACN) ein. Er betonte die Parallelen zwischen seinem Dikasterium und der Mission des Hilfswerks, die beide eine starke ökumenische und soziale Dimension haben. „Wir haben viele Unterschiede, eine grosse Vielfalt, aber wir brauchen einen gemeinsamen Geist. Ohne diesen können wir unsere Konflikte und Kriege nicht überwinden. In diesem Sinne ist die Kirche ein Zeichen und Werkzeug für die Einheit der Menschheit und ihre Beziehung zu Gott. Nur wenn die Kirche trotz aller Unterschiede geeint ist, kann sie ein Zeichen für die Gesellschaft, für die Welt sein.“ Seine internationalen Erfahrungen im Dialog mit anderen Kirchen haben seine Liebe zur katholischen Kirche vertieft. „Durch meinen Dialog mit anderen habe ich mehr über die Schönheit der katholischen Kirche und das Petrusamt gelernt“, erklärt der Schweizer Kardinal.

Kardinal Koch wies auf die brennenden Probleme in Afrika und Asien hin und unterstrich zugleich die Dringlichkeit der Neuevangelisierung im Westen. „Religionsfreiheit ist ein sehr wichtiges Thema in verschiedenen Ländern, Religionen und sozialen Situationen. Das ist eine grosse Herausforderung; ich bin sehr froh, dass Sie sich hier so intensiv engagieren und helfen, das Bewusstsein dafür zu schärfen. Bei uns im Westen brauchen wir in erster Linie eine klare Evangelisierung, eine Neuevangelisierung, denn der Glaube ist in einigen unserer Regionen sehr schwach.“

Stärken Sie verfolgte und bedrängte Christinnen und Christen durch Ihr Gebet und Ihre Spende. KIRCHE IN NOT leistet dank Ihnen Nothilfe, unterstützt die Kirche in rund 140 Ländern bei ihrem Einsatz für die Menschen und schenkt Verzweifelten Hoffnung durch die Verkündigung der Frohen Botschaft. Danke für Ihr Mitgefühl mit Ihren Geschwistern im Glauben.
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