Eine zerstörte Pfarrkirche im Bistum Istmina-Tadó, Kolumbien. (Foto: ACN)

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Das schwere Erdbeben der Stärke 7,4 vom 10.08. hat im Westen und Zentrum Kolumbiens grosse Zerstörung hinterlassen. 265 Menschen starben, fast 3'500 wurden verletzt, Hunderte werden noch vermisst.
Die Kirche hilft den Betroffenen und KIRCHE IN NOT (ACN) prüft, wo weitere Unterstützung am dringendsten benötigt wird.
Im vom Erdbeben stark betroffenen Bistum Buenaventura wurde 2025 eine von ACN finanzierte Kirche eingeweiht. (Foto: ACN)

Mehr als 53'000 Menschen sind von der Katastrophe betroffen, mindestens 257 Gebäude stürzten ein. Besonders schwer getroffen wurde die Region Chocó, wo das Epizentrum bei San José del Palmar lag. Auch in Cali, Pereira, Quibdó, Manizales und Armenia sind die Folgen des Bebens zu spüren.
Ein Team von KIRCHE IN NOT (ACN) Kolumbien unter der Leitung von María Inés Espinosa Calle reist nun in die besonders betroffenen Gebiete Quibdó, Istmina-Tadó und Buenaventura. Vor Ort will das Team die Schäden erfassen, mit den Menschen sprechen und sich ein Bild davon machen, welche Hilfe benötigt wird.
KIRCHE IN NOT (ACN) steht seit dem Erdbeben in engem Kontakt mit den Bischöfen der betroffenen Regionen. Bischof Mario de Jesús Álvarez Gómez von Istmina-Tadó hat seine Diözese in den vergangenen Tagen bereist, soweit die beschädigten Strassen dies zuliessen. Sein Eindruck ist erschütternd: «Die Situation ist schrecklich. Es gibt weit mehr Schäden, als man sich überhaupt vorstellen kann.»
Auch in Quibdó ist die Lage angespannt. Bischof Winston Mosquera berichtet von überlasteten Krankenhäusern. Zahlreiche Kirchen, Pfarrhäuser und kirchliche Einrichtungen wurden beschädigt oder zerstört. Vieles, was die Gemeinden über Jahre mit grossem Einsatz aufgebaut hatten, ging innerhalb weniger Augenblicke verloren. Für manche Pfarreien bedeutet dies, praktisch wieder bei null anzufangen.
Gerade in dieser schwierigen Situation zeigt sich, wie wichtig die Präsenz der Kirche vor Ort ist. Bereits unmittelbar nach dem Erdbeben öffneten Pfarreien ihre Türen. Priester, Ordensleute und freiwillige Helfer nehmen Betroffene auf, leisten konkrete Hilfe, hören zu, trösten und begleiten die Menschen seelsorglich.
KIRCHE IN NOT (ACN) möchte diese kirchlichen Strukturen gezielt stärken. Der Besuch vor Ort soll deshalb nicht nur das Ausmass der Schäden klären, sondern auch zeigen, wo weitere humanitäre und pastorale Hilfe besonders dringend ist.
Wie viel diese Solidarität den Menschen bedeutet, fasst Pater Harold Romaña aus der Diözese Buenaventura in wenigen Worten zusammen: «Danke, dass ihr uns so sehr liebt.»
Eine nach dem verheerenden Erdbeben zerstörte Kirche im Bistum Istmina Tado. (Foto: ACN)

Sr. Gloria verteilt Essen an Bedürftige. (Symbolbild) (Foto: ACN)

Nach dem schweren Erdbeben sind viele Menschen auf Hilfe angewiesen. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie der Kirche vor Ort, für die Betroffenen da zu sein. Sie helfen, benötigte Hilfsgüter bereitzustellen, besonders betroffene Familien zu unterstützen und Menschen aufzufangen, die vor dem Nichts stehen. Zugleich stärken Sie Priester, Ordensleute sowie kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Menschen seelsorgerlich beistehen. Bitte stehen Sie den Erdbebenopfern mit Ihrer Spende und Ihrem Gebet zur Seite.
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