Papst Leo XIV. bei einer Ansprache. (Foto: Vatikan Media)

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Vom 6. bis 17. November soll Papst Leo XIV. Uruguay, Argentinien und Peru besuchen. Die Bischöfe der drei Länder erwarten ihn mit grosser Freude. Gleichzeitig sorgen sie sich um seine Gesundheit.
Die bevorstehende Reise von Papst Leo XIV. weckt in Lateinamerika grosse Hoffnungen. Auf dem Programm stehen zehn Städte in drei Ländern. Bei einer von KIRCHE IN NOT (ACN) organisierten Online-Pressekonferenz berichteten Bischöfe aus Uruguay, Argentinien und Peru über die Herausforderungen ihrer Ortskirchen und ihre Erwartungen an den Papstbesuch.
Jugendliche in Uruguay bekamen von ACN eine Bibelausgabe. (Foto: ACN)

Uruguay gilt als eines der am stärksten säkularisierten Länder Lateinamerikas. Nur rund ein Drittel der 3,5 Millionen Einwohner bezeichnet sich als katholisch. Selbst christliche Feiertage tragen andere Namen: Weihnachten wird als «Tag der Familie» und Ostern als «Tourismuswoche» bezeichnet.
Kardinal Daniel Sturla, Erzbischof von Montevideo, sieht darin auch eine Chance: «Unsere Kirche ist arm und klein, aber frei und schön.» Priester genössen zwar wenig gesellschaftliches Ansehen, könnten sich dafür aber ganz ihrem Dienst an den Menschen widmen.
«Wir erwarten den Papst mit grosser Hoffnung und Zuneigung», betonte der Kardinal.
In Argentinien liegt der letzte Papstbesuch fast 40 Jahre zurück. Obwohl mit Franziskus zwölf Jahre lang ein Argentinier an der Spitze der katholischen Kirche stand, besuchte zuletzt Johannes Paul II. das Land im Jahr 1987.
Weihbischof Alejandro Musolino von Córdoba erwartet eine besonders grosse Beteiligung junger Menschen. Drei grosse Gottesdienste unter freiem Himmel sind in Buenos Aires, Córdoba und Luján geplant.
Der Bischof beobachtet bei vielen Jugendlichen eine wachsende Suche nach Sinn und Glauben. Gerade nach den schwierigen Erfahrungen der Pandemie seien Gemeinschaft und geistliche Begleitung wichtiger geworden. Die Kirche wolle jungen Menschen deshalb Räume bieten, in denen sie Verantwortung übernehmen und ihren Glauben aktiv leben können.
Projekt im Bistum Formosa, Argentinien. Religiöse Weiterbildung. (Foto: ACN)

Ordensfrauen in den peruanischen Anden übernehmen viele seelsorgerische Aufgaben. (Foto: ACN)

Besonders gross ist die Vorfreude in Peru. Papst Leo XIV. war dort viele Jahre als Missionar tätig und später acht Jahre Bischof von Chiclayo.
«Wenn er nach Peru kommt, kommt er nach Hause. Wir müssen ihm unser Land nicht vorstellen; er kennt die peruanische Kirche sehr gut», erklärte sein Nachfolger, Bischof Edinson Farfán.
Er erwartet, dass der Papst besonders zu Versöhnung, Dialog und Frieden aufrufen wird. Auch die Herausforderungen des Amazonasgebiets, Korruption und organisierte Kriminalität dürften zur Sprache kommen. Erstmals soll ein Papst eine heilige Messe im peruanischen Amazonasgebiet feiern.
Bevor er Papst Leo XIV. wurde, wirkte Msgr. Robert F. Prevost als Bischof in den Anden Perus. (Foto: Fr. Fidel Purisaca/Diocese of Chiclayo)

Nach der kürzlich erfolgten Lungenoperation von Papst Leo XIV. steht seine Gesundheit besonders im Mittelpunkt. Obwohl der Vatikan bislang an der Reise festhält, betonten alle drei Bischöfe, dass die Genesung des Papstes Vorrang habe. Entscheidend sei, dass der Papst die Reise erst antrete, wenn er sich gesundheitlich dazu bereit fühle.
Lateinamerika bleibt eine wichtige Region für die katholische Kirche. Rund 48 Prozent aller Katholiken weltweit leben auf dem amerikanischen Kontinent. Gleichzeitig stellen grosse Entfernungen, Armut und Priestermangel die Seelsorge vor erhebliche Herausforderungen.
«In Lateinamerika betreut ein Priester durchschnittlich 7500 Katholiken», erklärte Luis Vildoso, Projektleiter für Lateinamerika bei KIRCHE IN NOT (ACN). Besonders in abgelegenen Gebieten sei es schwierig, die Gläubigen regelmässig zu erreichen. Zwischen 2021 und Oktober 2026 unterstützte KIRCHE IN NOT (ACN) in Peru, Argentinien und Uruguay 903 pastorale Projekte mit insgesamt mehr als CHF 12.5 Millionen.
In Peru verteilen Ordensschwester Hilfsgüter an Bedürftige. (Foto: ACN)

Die Hilfe umfasst unter anderem die Ausbildung und den Lebensunterhalt von Priestern und Ordensleuten, Mess-Stipendien, religiöse Literatur sowie Fahrzeuge für die Seelsorge. Auch der Bau und die Renovation kirchlicher Einrichtungen werden gefördert. Damit hilft KIRCHE IN NOT (ACN), dass die Kirche auch in den ärmsten und entlegensten Regionen Lateinamerikas für die Menschen da sein kann, benötigt Sie Ihre Unterstützung. Vielen Dank für jede Gabe und Ihre Gebete!
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