Der neue St. Galler Bischof, Beat Groegli, kommt nach Luzern ©ACN

Zeigen Sie Herz
Jetzt mit Ihrer Spende helfen
Am 18. Januar 2026 erinnert der Gedenkgottesdienst in der Jesuitenkirche Luzern an verfolgte Christen. Bischof Beat Grögli predigt. Nicole Flühler und der Jodlerklub Alpnach gestalten die Musik.

Am Sonntag, 18. Januar 2026, um 10.00 Uhr findet in der Jesuitenkirche Luzern der jährliche Gedenkgottesdienst für bedrängte und verfolgte Christen statt. Dieses Jahr wird der neue Bischof aus St. Gallen, Beat Grögli, als Ehrengast und Prediger der Heiligen Messe vorstehen. Für die festliche musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgen die Solosängerin und Jodlerin Nicole Flühler und der Jodlerklub Alpnach. Das Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) freut sich über die Anwesenheit von Bischof Beat Grögli in der Jesuitenkirche Luzern. Beat Grögli war dem Hilfswerk schon als Dompfarrer in St. Gallen zugetan. So ermöglichte er, dass der ukrainische Bischof Bohdan Dzyurakh (Ukraine) im Oktober 2022 in der Kathedrale St. Gallen zu Gast sein konnte und über den Krieg und die Hilfe der Kirche für die Menschen in der Ukraine berichten konnte.
Geboren 1970 in Wil SG, besuchte Beat Grögli die katholischen Schulen in Mörschwil bei den Salettinern und Gossau SG, wo er bei den Pallottinern die Matura erwarb. Danach studierte er Theologie in Fribourg, Wien und Innsbruck. Der damalige Bischof Ivo Fürer weihte ihn im Dom St. Gallen 1998 zum Priester.
Beat Grögli wirkte als Vikar in der Pfarrei St. Otmar in St. Gallen, ehe er eine psychologische Zusatzausbildung in Rom absolvierte. Nach seiner Rückkehr war er wiederum als Seelsorger in St. Gallen tätig und 2013 wurde er zum Dompfarrer der Kathedrale St. Gallen und Mitglied der Bistumsleitung ernannt.
Am 20. Mai 2025 wählte ihn das Domkapitel zum 12. Bischof von St. Gallen; die feierliche Weihe fand am 5. Juli desselben Jahres statt. Sein Wahlspruch „In concordiam Christi“ – „Herzlich in Christus“ – bringt seine Haltung als Priester und Bischof auf den Punkt.

413 Mio. Christen leben in Ländern, in denen die Religionsfreiheit schwerwiegend verletzt wird, davon etwa 220 Mio. in Ländern, in denen sie direkt Verfolgung ausgesetzt sind. Besonders auf dem afrikanischen Kontinent haben die Christen zu leiden. Nigeria gilt als das Land, in dem weltweit am meisten Christen aufgrund ihres Glaubens ums Leben kommen. Ende November wurden rund 300 Schülerinnen und Schüler der katholischen St. Mary’s School in Papiri entführt. Nebst Schulkindern werden oft auch Ordensschwestern und Priester entführt.
Auch im Nahen Osten verschärft sich die Situation der Christen: Heute leben schätzungsweise noch rund 100.000 Christen im Irak, 2009 waren es noch rund 300.000 katholische Christen. Das Land gehört zur Wiege des Christentums. Der IS eroberte 2014 grosse Gebiete, darunter auch Mossul und die christliche Ninive-Ebene. Viele Christen flohen damals ins Ausland und kehrten auch nach der Vertreibung des IS nicht mehr zurück. Die Zahl der Christen im Nahen und Mittleren Osten geht seit Jahrzehnten zurück.
Die Menschen in Syrien sind froh, dass der langjährige Diktatur Baschar al-Assad Ende 2024 fliehen musste, doch der syrische Interimspräsident Ahmed al-Scharaa gehörte einst dem Terrornetzwerk al-Qaida an und es ist unsicher, ob Syrien zu einem Staat entwickelt, in dem alle Menschen, unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit die gleichen Rechte haben. Im vergangenen Juni gab es einen Selbstmordanschlag in einer Kirche in Damaskus, auch im syrischen Homs wurde auf eine Kirche geschossen.
Zerstörte Mar Elias Kirche in Syrien ©ACN


Die Kollekte des diesjährigen Gedenkgottesdienstes in Luzern kommt den bedrängten und verfolgten Christinnen und Christen zugute. Durch gezielte Projekte von KIRCHE IN NOT (ACN) werden die betroffenen Christen im gesamten Nahen Osten, aber auch in Afrika und anderen Gegenden der Welt unterstützt. Flüchtlinge und Bedürftige erhalten dank der Unterstützung der Wohltäter des Hilfswerks Lebensmittel und Unterkunft sowie medizinische Versorgung. Kindern wird der Besuch der christlichen Schulen ermöglicht. Langfristig soll dazu beigetragen werden, dass die Christen vor Ort bleiben und den Glauben und ihre Tradition lebendig halten können damit sie weiterhin durch die Botschaft der Nächstenliebe zum Dialog und zum Frieden beitragen können.
Nicole flühler

Am Sonntag, 18. Januar 2026, um 10.00 Uhr gestaltet die Solosängerin und Jodlerin Nicole Flühler gemeinsam mit dem Jodlerklub Alpnach den Gedenkgottesdienst für bedrängte Christen in der Jesuitenkirche Luzern. Die beiden bringen Schweizer Volksmusik und Jodelgesang in feierlicher Form in die Liturgie und verleihen dem Gottesdienst eine besondere Atmosphäre. Die Aufnahme des Jodelns in die Unesco-Liste des immateriellen Weltkulturerbes 2025 unterstreicht die Bedeutung dieser Tradition. Der Jodlerklub Alpnach pflegt seit 1947 den traditionellen Jodelgesang und trägt so zum lebendigen Kulturerbe der Schweiz bei. Solosängerin Nicole Flühler wuchs in Obwalden inmitten von Musik und Jodelgesang auf, studierte Chorleitung, Orgel und Gesang in Deutschland und Schweden und schloss 2020 ihr Masterstudium Kirchenmusik ab. 2024 gewann sie den Migros-Gesangswettbewerb „Us de Region, für die Region“. Sie konzertiert in Kirchen, spielt an Festen und Hochzeiten, leitet den Chor in Alpnach, wirkt als Organistin im Benediktinerkloster Sarnen und unterrichtet Gesang, Jodel und Klavier.
Ihre Spende an KIRCHE IN NOT (ACN) gibt den Christen im Nahen Osten, die inmitten unter den Folgen von Krieg, unter Wirtschaftlicher Not, Angst und Unsicherheit leiden Kraft und Hoffnung. Mit Ihrer Hilfe erhalten Familien Nahrung und medizinische Versorgung, Kinder dürfen trotz zerstörter Heimat zur Schule gehen, und ganze Gemeinden können bleiben, wo seit Jahrhunderten ihre Wurzeln liegen. Sie schenken ihnen Schutz, Würde und die Zuversicht, dass sie in ihrer Heimat eine Zukunft haben.
Zeigen Sie Herz
Jetzt mit Ihrer Spende helfen

Cysatstrasse 6
CH-6004 Luzern
041 410 46 70
mail@kirche-in-not.ch
PostFinance: CH55 0900 0000 6001 7200 9
LUKB: CH38 0077 8010 0177 9301 0
Euro-Konto: CH51 0077 8010 0570 5430 2
© 2025 - «Kirche in Not (ACN)»