Zerstörte Gebäude in Südlibanon. (Foto: ACN)

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Nahostkonflikt: KIRCHE IN NOT (ACN) baut Nothilfe im Libanon weiter aus

Angesichts der Eskalation im Libanon verstärkt das internationale katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) seine Unterstützung vor Ort deutlich.

Im Fokus stehen der Ausbau medizinischer Versorgung, Hilfe für Vertriebene sowie gezielte Projekte in besonders betroffenen Regionen. Ein zentrales Vorhaben ist der Aufbau neuer medizinischer Anlaufstellen im Süden des Landes. Gemeinsam mit der maronitisch-katholischen Kirche plant KIRCHE IN NOT (ACN) die Einrichtung eines Versorgungszentrums, unter anderem in der Region Qlayaa nahe der israelischen Grenze. In dem mehrheitlich christlich geprägten Dorf bestehen bereits erste Strukturen. Dort war auch Pfarrer Pierre al-Raï tätig, der am 9. März bei einem Bombenangriff ums Leben kam.

Essensausgabe für Flüchtlinge. (Foto: ACN)

Essensausgabe für Flüchtlinge. (Foto: ACN)

Medizinische Hilfe dringend notwendig

In Qlayaa stehen Freiwillige und medizinisches Personal bereit, doch es mangelt an Medikamenten, Ausrüstung und finanziellen Mitteln. Hier setzt die Hilfe von KIRCHE IN NOT (ACN) an: Gehälter für Ärzte sollen gesichert sowie dringend benötigte Medikamente und medizinische Ausstattung bereitgestellt werden. In den vergangenen Wochen kam es wiederholt zu tragischen Fällen, bei denen Verwundete aufgrund fehlender Versorgung starben.

Parallel dazu unterstützt das Hilfswerk Binnenvertriebene mit neuen Nothilfeprojekten. In der maronitischen Diözese Sidon sollen rund 1500 Menschen mit Lebensmitteln und lebensnotwendigen Gütern versorgt werden. Ein weiteres Projekt in der Region Baalbek in der Bekaa-Ebene richtet sich an bis zu 8000 Vertriebene. Beide Initiativen werden gemeinsam mit kirchlichen Partnern vor Ort umgesetzt.

Kirchliche Einrichtungen als Zufluchtsorte

Pfarreien, Klöster und kirchliche Einrichtungen spielen eine zentrale Rolle in der aktuellen Krise. Sie nehmen Vertriebene auf, organisieren Unterkünfte und koordinieren die Versorgung – unabhängig von Religion oder Herkunft. Viele Menschen leben derzeit in kirchlichen Gebäuden, bei Gastfamilien oder in provisorischen Unterkünften. Zunehmend kritisch ist auch die Energieversorgung: Aufgrund häufiger Stromausfälle sind viele Einrichtungen auf Generatoren angewiesen. Der Mangel an Treibstoff erschwert die Situation zusätzlich, weshalb KIRCHE IN NOT (ACN) auch diesen Bereich verstärkt unterstützt.

Unterstützung für Kinder und Familien

Neben der akuten Nothilfe richtet sich der Blick auch auf die Bedürfnisse von Kindern. Geplant ist die Verteilung von Paketen mit Bibeln und Spielen, die helfen sollen, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten und Familien in der Krise Halt zu geben. Die aktuellen Massnahmen bauen auf der langjährigen Hilfe des Hilfswerks im Libanon auf. Bereits 2024 stellte KIRCHE IN NOT (ACN) mehr als CHF 4 Mio. für 72 Projekte bereit – darunter Bildungsangebote, Lebensmittelhilfe, medizinische Versorgung und Traumabegleitung. Angesichts der aktuellen Lage wird jedoch mit einem deutlich steigenden Bedarf gerechnet.

Lebensmittelpakte für Flüchtlinge. (Foto: ACN)

Lebensmittelpakte für Flüchtlinge. (Foto: ACN)

Essensausgabe für Vertriebene in einem Kloster. (Foto: ACN)

Essensausgabe für Vertriebene in einem Kloster. (Foto: ACN)

Hilfe bleibt entscheidend

„Unsere Stärke ist, dass wir bleiben“, betonen die Verantwortlichen. Viele bestehende Projekte – etwa die Unterstützung katholischer Schulen oder pastorale Angebote mit psychologischer Begleitung – werden auch in der aktuellen Krise fortgeführt. Die Lage im Libanon bleibt angespannt. Die Zahl der Vertriebenen wächst weiter, umso wichtiger ist die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Für viele Menschen bleibt die Kirche ein zentraler Anlaufpunkt – unterstützt durch KIRCHE IN NOT (ACN). Wir können nur helfen, da Sie liebe Wohltäter, liebe Wohltäterin uns dabei unterstützen! Vielen herzlichen Dank!

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