Ein Kind in einem Flüchtlingslanger hinter einem Zaun in Mosambik. (Foto: ACN)

Ein Kind in einem Flüchtlingslanger hinter einem Zaun in Mosambik. (Foto: ACN)

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Neuer Bericht "Verfolgt und Vergessen?" von KIRCHE IN NOT (ACN): Christenverfolgung nimmt weltweit zu

Extremistische Gewalt, autoritäre Regierungen und religiöser Nationalismus setzen christliche Gemeinschaften zunehmend unter Druck. Besonders Afrika und Asien sind davon betroffen.

Der neue Bericht «Verfolgt und vergessen? – Bericht 2024–2026 zeigt: In mehr als der Hälfte der 18 untersuchten Länder hat sich die Lage der Christen verschlechtert. über Christen, die wegen ihres Glaubens unterdrückt werden» von KIRCHE IN NOT (ACN). In keinem der untersuchten Länder wurde eine allgemeine Verbesserung festgestellt.

Flüchtlinge in Nigeria. Viele Christen werden ihres Glaubens wegen verfolgt und entführt. (Foto: ACN)

Flüchtlinge in Nigeria. Viele Christen werden ihres Glaubens wegen verfolgt und entführt. (Foto: ACN)

Afrika: Gewalt und Vertreibung nehmen zu

Besonders dramatisch ist die Lage in Subsahara-Afrika. Islamistische Terrorgruppen breiten ihren Einfluss aus und zwingen zahlreiche Menschen zur Flucht. Sechs der zehn weltweit am stärksten vom Terrorismus betroffenen Länder liegen laut «Global Terrorism Index 2026» in Afrika.

In Nigeria gehören Millionen Christen zu den Binnenvertriebenen. Die anhaltende Gewalt könnte langfristig auch die religiöse Zusammensetzung ganzer Regionen verändern.

Im Norden Mosambiks terrorisieren islamistische Gruppen seit 2017 die Provinz Cabo Delgado. Laut den im Bericht zitierten Quellen wurden rund 1'000 Christen getötet. Zu den Übergriffen zählen Enthauptungen, Entführungen sowie die Zerstörung von Kirchen und Wohnhäusern.

Auch in Burkina Faso und Mali leiden christliche Gemeinschaften unter islamistischer Gewalt. Menschen werden ermordet, vertrieben oder gezwungen, islamische Kleidungs- und Verhaltensvorschriften zu befolgen.

Der Bericht "Verfolgt und Vergessen?" gibt Beispiele und wissenschaftliche Hintergründe zur Christenverfolgung von heute.

Der Bericht "Verfolgt und Vergessen?"

Die Studie untersucht den Zeitraum von August 2024 bis Juni 2026 und dokumentiert schwere Verletzungen der Religionsfreiheit. Häufig verschärft sich die Verfolgung besonders in einzelnen Regionen.

Weltweit leben laut KIRCHE IN NOT (ACN) rund 413 Millionen Christen in Ländern, in denen die Religionsfreiheit schwerwiegend verletzt wird. Etwa 220 Millionen sind unmittelbar von Verfolgung bedroht.

Der Bericht kann ab sofort bei KIRCHE IN NOT (ACN) vorbestellt werden. Die Lieferung ab 17. November. 

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Autoritäre Regierungen schränken Religionsfreiheit ein

In anderen Weltregionen geht die Bedrohung vor allem von staatlichen Behörden aus. Im Iran hat sich die Zahl der Verhaftungen von Christen innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt.

In Nicaragua setzt die Regierung ihren Kurs gegen die katholische Kirche fort. Geistliche wurden verhaftet oder ins Exil gezwungen, Priesterweihen eingeschränkt und kirchliche Einrichtungen beschlagnahmt. Reisenden mit Bibeln wurde teilweise die Einreise verweigert.

Gläubige in China leiden seit vielen Jahren unter Diskriminierung und Verfolgung. (Foto: ACN)

Gläubige in China leiden seit vielen Jahren unter Diskriminierung und Verfolgung. (Foto: ACN)

Religiöser Nationalismus verstärkt den Druck

Eine weitere besorgniserregende Entwicklung ist der zunehmende religiöse Nationalismus, besonders in Asien. In Indien wurden 2025 mehr als 700 Fälle antichristlicher Gewalt registriert. Der Bericht verweist auf wachsende gesellschaftliche Feindseligkeit und sogenannte Antikonversionsgesetze. Nach Angaben christlicher Organisationen werden diese zunehmend eingesetzt, um religiöse Minderheiten unter Druck zu setzen.

Gleichzeitig betont KIRCHE IN NOT (ACN), dass Gewalt gegen Christen oft mehrere Ursachen hat. Ethnische Spannungen, politische Instabilität, Armut und Konflikte um Land und Ressourcen spielen ebenfalls eine Rolle. Die religiöse Dimension werde jedoch häufig unterschätzt.

Christen in Syrien beten inmitten von Zerstörung vor einer Ikone. (Foto: ACN)

Christen in Syrien beten inmitten von Zerstörung vor einer Ikone. (Foto: ACN)

Immer weniger Christen im Nahen Osten

Die Zukunft der Christen im Nahen Osten ist ungewiss. Gewalt, Krieg und Verfolgung zwingen immer mehr Menschen, ihre Heimat zu verlassen. In Syrien ist die christliche Bevölkerung seit 2011 um über 80 % zurückgegangen. Auch nach dem Sturz des Assad-Regimes halten die Übergriffe auf religiöse Minderheiten an.

Im Gazastreifen haben die israelischen Militäroperationen Tausende Menschen das Leben gekostet und zahlreiche Familien vertrieben. Die katholische Kirche der Heiligen Familie und die orthodoxe Kirche des Heiligen Porphyrius bieten Schutz für Menschen, die vor der Gewalt fliehen. Auch im Libanon haben die Kämpfe viele Familien zur Flucht gezwungen und die christlichen Gemeinschaften im Süden des Landes geschwächt. Im Iran hat sich die Zahl der Verhaftungen von Christen innerhalb eines Jahres verdoppelt.

Für KIRCHE IN NOT (ACN) ist die Entwicklung besorgniserregend: Mit jeder Familie, die ihre Heimat verlässt, wird die jahrtausendalte christliche Präsenz im Nahen Osten weiter geschwächt.

Hinter den Zahlen stehen Menschen

Der Bericht enthält neben Länderanalysen auch persönliche Zeugnisse von Menschen, die wegen ihres Glaubens Gewalt erfahren haben.

Einer von ihnen ist Solomon Ako, ein 33-jähriger Christ aus Nordnigeria. Bei einem Angriff auf sein Dorf wurde er entführt. Die Täter verlangten von den Geiseln, zum Islam überzutreten, und misshandelten diejenigen, die sich weigerten. «Sie peitschten uns aus. Sie legten uns Ketten an die Beine», erinnert sich Ako. Sein Schicksal steht stellvertretend für zahlreiche Christen, die bedroht, misshandelt oder aus ihrer Heimat vertrieben werden.

Mit dem Bericht «Verfolgt und vergessen?» macht KIRCHE IN NOT (ACN) auf diese Menschen aufmerksam. Ihre persönlichen Erfahrungen zeigen, welche Folgen Extremismus, autoritäre Herrschaft und religiöser Nationalismus für christliche Gemeinschaften weltweit haben.

220 Mio. Christen werden verfolgt - hinter jeder einzelnen Person steckt ein Schicksal - angegriffene Christen in Pakistan. (Foto: ACN)

220 Mio. Christen werden verfolgt - hinter jeder einzelnen Person steckt ein Schicksal - angegriffene Christen in Pakistan. (Foto: ACN)
Für Christen im Irak ist es wichtig, dass sie eine gute Ausbildung bekommen. KIRCHE IN NOT (ACN) hilft, wo das Geld fehlt. (Foto: ACN)

Ich helfe verfolgten und bedrängten Christen

In rund 140 Ländern unterstützt KIRCHE IN NOT (ACN) Christen in Not und Verfolgung. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie konkrete Hilfe: In Nigeria erhalten traumatisierte Menschen seelische Unterstützung. In Syrien können Kinder und junge Erwachsene dank Ihrer Hilfe zur Schule gehen oder studieren. So schenken Sie Menschen neue Perspektiven und stärken ihre Zukunft. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

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