Pater Gerald mit Jugendlichen auf dem Land in der Umgebung von Homs, Syrien. (Foto: ACN)

Pater Gerald mit Jugendlichen auf dem Land in der Umgebung von Homs, Syrien. (Foto: ACN)

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Pater Gerald Baumgartner berichtet über sein Leben in Syrien

Der junge Jesuitenpater Gerald Baumgartner wird vom 15. bis 23. August 2026 in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein über seinen Einsatz als Seelsorger in Syrien berichten.

Die Situation im Land ist für die Bevölkerung insgesamt, besonders aber für Minderheiten, äusserst herausfordernd. Viele Christen leben unter schwierigen Bedingungen und sind auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen. Wie der Alltag der Christen konkret aussieht, schildert P. Gerald in Gottesdiensten und Vorträgen. Er gibt persönliche Einblicke in das Leben vor Ort und zeigt auf, wie Hilfe möglich wird – auch durch KIRCHE IN NOT (ACN).

Termine von Pater Gerald

Herausfordernder Alltag der Christen

Die Situation der Christen in Syrien bleibt auch unter Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa unsicher. Obwohl die Regierung betont, für alle Syrer da zu sein, kommt es immer wieder zu Gewalt und Spannungen gegen religiöse und ethnische Minderheiten, wie die Christen. Aber es sind auch alltägliche Dinge, die den Christen zusetzen. So stellt die medizinische Versorgung ein grosses Problem dar. Medikamente und Operationen sind teuer, für die meisten unerschwinglich.

Zahlreiche Spitäler und Krankenstationen wurden in den vergangenen Jahren zerstört oder beschädigt. Gleichzeitig haben viele Ärzte und Pflegekräfte das Land verlassen, sodass es vor Ort an qualifiziertem Personal fehlt. Auch die lokale Produktion von Medikamenten ist weitgehend zum Erliegen gekommen, was die Versorgung erschwert.

Viele Menschen haben eingeschränkten Zugang zu Trinkwasser, die Stromversorgung ist instabil und staatliche Strukturen funktionieren oft unzureichend. Der Alltag ist für die Bevölkerung von Unsicherheit und Mangel geprägt.

Die Kirche hilft vielen Christen im Land mit dem Projekt "drop of milk". (Foto: ACN)

Die Kirche hilft vielen Christen im Land mit dem Projekt "drop of milk". (Foto: ACN)

Eine Mutter mit ihrem Kind profitiert in Homs von Unterstützung für ihr Kind. (Foto: ACN)

Eine Mutter mit ihrem Kind profitiert in Homs von Unterstützung für ihr Kind. (Foto: ACN)

Schrumpfende christliche Minderheit

Die verbliebene christliche Bevölkerung in Syrien – geschätzt 300’000 bis 600’000 Menschen – lebt in einem schwierigen Umfeld. Vor Beginn des Krieges im Jahr 2011 waren es rund 1,5 Millionen Christen. Seither hat sich ihre Zahl mehr als halbiert.

KIRCHE IN NOT (ACN) unterstützt die Christen in Syrien seit vielen Jahren mit erheblichen finanziellen Mitteln. Dem Hilfswerk ist es ein grosses Anliegen, dass in einem der Ursprungsgebiete des Christentums auch heute eine lebendige christliche Präsenz erhalten bleibt. Deshalb werden gezielt Projekte gefördert, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche.

In Städten wie Homs, Aleppo oder Damaskus gibt es Programme für Kleinkinder, bei denen Milchpulver bereitgestellt wird. Zudem werden Schul- und Studiengebühren für Schülerinnen, Schüler und Studierende übernommen. Auch Priester und Ordensleute erhalten Unterstützung, damit sie ihren Dienst weiterführen und den Menschen vor Ort beistehen können.

Homs: Ein Begegnungszentrum für die Jesuiten

Seit einigen Jahren unterstützt KIRCHE IN NOT (ACN) ein christliches Begegnungszentrum in Homs, wo Gerald Baumgartner von 2021 bis 2023 tätig war. Dieses Zentrum soll für die Menschen vor Ort zu einer Art Heimat werden – ein Ort für Bildung, Austausch und Versöhnung.

Geplant sind unter anderem ein Theater mit 300 Plätzen, Bibliotheken, Werkstätten sowie Musik- und Lernräume. Ergänzt wird das Angebot durch offene, barrierefrei gestaltete Begegnungsflächen, die allen zugänglich sind.

Das Zentrum steht für eine lebendige christliche Präsenz und möchte durch Kultur, Bildung und Dialog zur Heilung einer tief gespaltenen Gesellschaft beitragen. KIRCHE IN NOT (ACN) unterstützt dieses Projekt des Jesuitenordens finanziell. Gerade in unsicheren Zeiten ist es für die Christen in Syrien ein wichtiges Zeichen, dass die Kirche in die Zukunft des Landes investiert.

Jugendpastoral im Kulturzentrum der Jesuiten in Homs, Syrien. (Foto: ACN)

Jugendpastoral im Kulturzentrum der Jesuiten in Homs, Syrien. (Foto: ACN)

Pater Gerald mit Jugendlichen in Syrien. (Foto: ACN)

Pater Gerald mit Jugendlichen in Syrien. (Foto: ACN)

Über Pater Gerald Baumgartner

Gerald Baumgartner wurde 1994 in Oberösterreich geboren. 2016 trat er in das Noviziat der Jesuiten in Nürnberg ein. Nach seinem Philosophiestudium in München lernte er im Libanon Arabisch und engagierte sich dort im Sozialbereich. Von 2021 bis 2023 lebte er in Homs und arbeitete in der Jugendarbeit. Anschliessend setzte er seine theologischen Studien in Innsbruck fort und empfing 2025 die Priesterweihe. Kurz darauf kehrte er nach Syrien zurück, diesmal nach Aleppo, wo er sich weiterhin in der Jugendpastoral sowie in der ökumenischen Arbeit einsetzt.

Für Pater Gerald gibt es einen guten Grund für seinen Einsatz in Syrien: „Dafür bin ich Jesuit geworden – dorthin zu gehen, wo die Not am grössten ist. Syrien ist deshalb ein Ort, an dem ich meine Berufung konkret leben kann.“

Pater Gerald freut sich auf Begegnungen in der Schweiz, um von seinen Erfahrungen zu berichten und mit Interessierten ins Gespräch zu kommen.

Verlässlicher Partner der syrischen Christen

KIRCHE IN NOT (ACN) hat seine Unterstützung für die Christen in Syrien seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 ununterbrochen fortgesetzt. Allein im Jahr 2024 unterstützte das Hilfswerk die syrischen Christinnen und Christen durch kirchliche Projekte im Umfang von CHF 4,8 Mio. Die Hilfe reicht von Existenzhilfen für Familien über die Ausbildung von Priestern und Ordensleuten bis zum Wiederaufbau zerstörter Kirchen, Klöster und Pfarrzentren. Damit trägt KIRCHE IN NOT (ACN) entscheidend dazu bei, dass christliche Gemeinden trotz Krieg, Vertreibung und wirtschaftlicher Not in ihrer Heimat bleiben können – und das Christentum in Syrien auch künftig eine Zukunft hat.

Pater Gerald fährt zu einem Treffen mit Jugendlichen in Aleppo, Syrien. (Foto: ACN)

Pater Gerald fährt zu einem Treffen mit Jugendlichen in Aleppo, Syrien. (Foto: ACN)

Den bedrängten Christen in Syrien helfen

Die Situation der Christen in Syrien bleibt auch unter Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa unsicher. Obwohl die Regierung betont, für alle Syrer da zu sein, kommt es weiterhin zu Spannungen und Gewalt gegen religiöse und ethnische Minderheiten, wie die Christen. Mit Ihrer Spende stärken Sie die Ortskirche in dieser schwierigen Zeit. Sie ermöglichen die Ausbildung von Priestern, fördern Sommerlager und Glaubensangebote für Kinder und Jugendliche und unterstützen Pfarreien dabei, Familien zu begleiten und ihnen Hoffnung zu schenken. So tragen Sie dazu bei, dass die christlichen Gemeinden auch in Zukunft in ihrer Heimat bleiben können. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Gebet.

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KIRCHE IN NOT (ACN) leistet Hilfe für verfolgte Christen weltweit

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