Die Pfarrkirche La Asunción (Maria Himmelfahrt) im Zentrum von Santiago de Chile wurde 2020 angegriffen und teilweise in Brand gesteckt. (Foto: ACN)

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Die Schändung des Wallfahrtsortes Medjugorje am vergangenen Dienstag, 28.07.2026, sorgt für Bestürzung. Doch der Vorfall in Bosnien und Herzegowina steht nicht allein.
Nach Recherchen von KIRCHE IN NOT (ACN) wurden in den vergangenen drei Monaten zahlreiche Kirchen in Europa und Amerika Ziel von Vandalismus, Brandstiftung, Einbrüchen oder Diebstählen.
Eine verschmierte katholische Kirche in Chile (2019). (Foto: ACN)

Die Motive der Täter sind unterschiedlich. Gemeinsam ist den Vorfällen jedoch, dass christliche Gotteshäuser und religiöse Symbole gezielt angegriffen wurden. Das wirft erneut die Frage auf, wie sicher die Religionsfreiheit selbst in Ländern ist, in denen Christen die Bevölkerungsmehrheit bilden.
Zu den dokumentierten Fällen zählen Schändungen und Diebstähle in Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Nordirland, Polen, Mexiko, Kolumbien, Nicaragua, der Dominikanischen Republik und den USA. In Frankreich wurden mehrere Kirchen durch Brände beschädigt. In Deutschland kam es zu Brandstiftung und schweren Sachbeschädigungen in Kirchen. In Nicaragua wurden Kirchen wiederholt aufgebrochen und religiöse Gegenstände zerstört. In Kolumbien wurde eine Kirche sogar Ziel eines bewaffneten Angriffs, bei dem ein zehnjähriger Junge ums Leben kam.
Medjugorje – Beschmieren, Beschädigen und Anzünden
Besonders erschütternd war die Schändung des Wallfahrtsortes Medjugorje am 28. Juli. Ein Unbekannter beschädigte verschiedene religiöse Stätten am Marienheiligtum und legte auch Feuer. Die Polizei konnte den vermutlichen Tätern festnehmen und hat Ermittlungen aufgenommen.
Für José Luis Bazán, Mitautor des ACN-Berichts «Religionsfreiheit weltweit», sind diese Ereignisse ein Warnsignal. Religionsfreiheit bedeute nicht nur das Recht, seinen Glauben frei zu leben, sondern auch den Schutz von Kirchen und anderen heiligen Stätten. Die Häufung solcher Angriffe zeige, dass dieser Schutz selbst in westlichen Demokratien nicht selbstverständlich sei.
Papst Leo XIV. erinnerte Anfang Juni daran, dass Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit zu den Grundpfeilern einer demokratischen Gesellschaft gehören. Staaten seien aufgerufen, die religiöse Dimension des Menschen nicht nur zu respektieren, sondern auch wirksam zu schützen.
Eine beschädigte Marienstatute in Medjugorie, Bosnien-Herzegowina. (Foto: ACN)

Gebete vor beschädigter Marienstatue. (Foto: ACN)

Beschädigte, angezündete oder auch beschmierte Kirchen weltweit - sind leider keine vereinzelte Ausnahmen. Die Motive eines oder mehrerer Täter mögen unterschiedlich sein - das Resultat ist dasselbe: Zerstörung. KIRCHE IN NOT (ACN) hilft weltweit beim Wiederaufbau oder Renovation beschädigter Gotteshäuser oder der dazugehörigen Infrastruktur. Vielen Dank, dass Sie uns dabei unterstützen.
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