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  • Patriarch am. Gregorios Laham III. Syrien
  • Abt Urban Federer, Kloster Einsiedeln
  • Patriarch em. Gregorios Laham III. im Gespräch mit Gläubigen.
  • Blick vom Balkon einer bewohnten Wohnung in Homs. Bild "Kirche in Not (ACN)"

«Kirche in Not (ACN)»-Wallfahrt mit Patriarch em. Gregorios aus Syrien und Abt Urban Federer OSB

Das internationale katholische Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» lädt am Sonntag, 16. Mai 2021, zur Wallfahrt nach Einsiedeln ein. Hauptzelebrant im Pontifikalamt um 12.30 Uhr ist Abt Urban Federer, Festprediger Patriarch em. Gregorios III. Laham aus Damaskus. Aufgrund der geltenden Corona-Schutzmassnahmen wird die Anzahl der Gottesdienstbesucher limitiert sein. Der Gottesdienst wird via Livestream auf www.kirche-in-not.ch übertragen.

Am Gnadenort Einsiedeln stellen wir uns zusammen mit Patriarch em. Gregorios und Abt Urban unter den Schirm der Gottesmutter und danken ihr für das Bestehen des Hilfswerks, das im Jahr 1947 unter dem Namen „Ostpriesterhilfe“ gegründet wurde.

Ungewisse Zukunft der Christen in Syrien
Der Anfang 2011 ausgebrochene bewaffnete Konflikt in Syrien hat zu einer schweren humanitären Krise geführt und der syrischen Bevölkerung unendliches Leid zugefügt. Bisher wurden je nach Quelle zwischen 350‘000 bis 500‘000 Personen getötet, eineinhalb bis zwei Millionen Menschen wurden verwundet. Im Kriegsgebiet sind 13 Mio. Menschen von Nothilfe abhängig, was 50% der syrischen Bevölkerung entspricht. Zur Linderung dieser Not konnte «Kirche in Not (ACN)» seit Ausbruch der Kämpfe über CHF 45 Mio. bereitstellen.
Durch den Krieg und das Embargo leidet Syrien am wirtschaftlichen Niedergang. Kinder und Kranke sterben aufgrund nicht vorhandener Arzneimittel.

2000jährige Tradition
Ein weiteres Problem im Land stellt die Migration dar. Unter der Flut der Migranten befinden sich auch syrische Christen. Waren sie schon vor dem Krieg eine Minderheit in Syrien, so drohen sie durch die Emigration völlig aus dem Land zu verschwinden. Aktuell leben in Syrien nur noch ein Drittel der Christen, die früher dort gelebt haben. Christen sind seit der Entstehungszeit Syriens dort präsent und der Apostel Paulus hatte sein Bekehrungserlebnis vor den Toren Damaskus`.
Die Christen gelten im ganzen Nahen Osten als „kulturelle Brücke“ zwischen dem Westen und dem Orient. Sie spielen eine entscheidende Rolle als Friedenselement innerhalb der syrischen Gesellschaft. Wenn die Christen verschwinden, werden viele neue Probleme entstehen.

Besondere Hilfe für Kinder und junge Menschen
Ein grosses Ziel des Hilfswerks ist die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die Zukunft des Landes. Aber gerade die elterliche Sorge um die Kinder ist häufig der Grund für die Auswanderung vieler christlicher Familien. So richten sich 25% der neuen «Kirche in Not (ACN)»-Projekte an die Jugend. Einerseits hat «Kirche in Not (ACN)» mehrere Stipendienprojekte begonnen, denn viele Familien haben ihr Haus und ihre Arbeitsplätze verloren, weshalb sie über keine Mittel für die Ausbildung ihrer Kinder verfügen. Ausserdem hat das Hilfswerk Unterstützung für die Einschulung von Kindern aus 300 armen Familien aus Damaskus sowie von kranken Kindern und Waisen zugesagt.

Patriarch em. Gregorios III. Laham
Der emeritierte Patriarch Gregorius, der gut Deutsch spricht, setzt sich dafür ein, dass die Christen im Land bleiben. Er reist in der Welt umher, um auf das tragische Schicksal der syrischen Christen aufmerksam zu machen und um Hilfe zu bitten.
Patriarch em. Gregorios Laham ist im Jahr 1933 in Syrien unter dem Namen Lufti Laham geboren. 1981 wurde er zum Bischof geweiht und im Jahr 2000 zum Patriarchen von Antiochien und dem Ganzen Orient, von Alexandrien und Jerusalem gewählt. Papst Franziskus nahm am 6. Mai 2017 seinen Rücktritt als Patriarch an.

Zeitfenster Patriarch Gregorios während seinem Besuch in der Schweiz!