Pater Leopold Kropfreiter wirkt in Zentralasien. (Foto: ACN)

Pater Leopold Kropfreiter wirkt in Zentralasien. (Foto: ACN)

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Kasachstan: Aus 2 Wochen wurden 19 Jahre

Pater Leopold zu Gast in der Schweiz vom 21.-26. Februar 2026. In Kasachstan bilden Christen eine Minderheit, Katholiken eine noch kleinere. Darüber informiert der Gast aus Kasachstan.

Kasachstan ist mit einer Fläche von 2,7 Millionen das neuntgrösste Land der Welt. Wegen seiner reichen Rohstoffvorräte wie Öl, Gas und Uran gehört Kasachstan zu den wirtschaftlichen Schwergewichten in Zentralasien. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Muslime.

Termine von Pater Leopold

Ordensschwestern verteilen Kleider an Bedürftige in Kasachstan. (Foto: ACN)

Ordensschwestern verteilen Kleider an Bedürftige in Kasachstan. (Foto: ACN)

Mehr als zwei Drittel der 19 Millionen Einwohner des zentralasiatischen Landes sind sunnitische Muslime. Von den rund 26% Christen sind die meisten russisch-orthodox, von denen viele seit der Sowjetunion dort leben. Die Religionsgemeinschaften in Kasachstan leben in gutem Einvernehmen miteinander. Die Katholiken machen rund 1% der Bewohner des Landes aus. 

Kirche in Kasachstan ist Treffpunkt der Kulturen

Nach dem des Zweiten Weltkriegs lebten fast 500 000 Menschen mit deutschen Wurzeln in Kasachstan, darunter auch viele Katholiken. Ein Grossteil war während des Krieges deportiert worden und musste Frondienste in Arbeitskolonnen leisten. Unter dem sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow war es ihnen ab Ende der 1980er-Jahre möglich, das Land zu verlassen. Viele deutschstämmige Siedler machten davon Gebrauch. Also Folge nahm der Anteil der Katholiken in Kasachstan stark ab. 

Der lateinische und byzantinische Ritus

Die katholische Kirche ist in Kasachstan sowohl mit dem römischen als auch dem byzantinischen Ritus vertreten. Für den römischen Ritus gibt es eine Erzdiözese Astana, zwei weitere Diözesen in Almaty und Karaganda und die Apostolische Administratur Atyrau. 2019 wurde für die Gläubigen des byzantinischen Ritus die Apostolische Administratur Kasachstan und Zentralasien geschaffen.
Die katholischen Bischöfe des Landes gehören der im Herbst 2021 neu begründeten Zentralasiatischen Bischofskonferenz an. Dazu gehören auch die Bischöfe von Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan, der Mongolei und Afghanistans an.

Unruhen in Kasachstan 2022

Kasachstan gilt grundsätzlich als politisch stabiles Land, dennoch kam es Anfang 2022 zu Unruhen, als die Regierung die Preise für Energie stark erhöhte. Im Laufe der Proteste wurden auch die autoritären Strukturen angeprangert und die friedlich begonnen Demonstrationen wurden täglich gewalttätiger. Die Regierung liess Militär von befreundeten Länder nach Kasachstan kommen. Russland entsandte 2000 Soldaten, denen es rasch gelang, die gewalttätigen Ausschreitungen einzudämmen. Die Umstände des Aufstandes und dessen Niederschlagung wurden bis heute nur halbherzig aufgearbeitet. 

Strasse im Winter in Kasachstan. Es wird bis zu -40 Grad kalt. (Foto: ACN)

Strasse im Winter in Kasachstan. Es wird bis zu -40 Grad kalt. (Foto: ACN)
Pater Leopold bei einem Ausflug im Sommer. (Foto: ACN)

Österreichischer Seelsorger in Kasachstan

Pater Leopold Kropfreiter gehört der Gemeinschaft der Diener Jesu und Mariens an, gebürtig stammt er aus Niederösterreich. Seit 2008 arbeitet er in Kasachstan, seit 2011 im Norden des Landes, rund 100 km von der russischen Grenze entfernt in einem abgelegenen Gebiet, wo er die Pfarreien Korneevka und Tonkoschorovka betreut. Seit 2013 amtet er zudem als Missiodirektor im Land. Seine ersten Eindrücke vor Ort waren herausfordernd. Die Unterschiede zu Wien stellten ihn vor eine harte Probe: «Ich kam in der Industriestadt Timirtau an, wo riesige Fabriken aus dem Kommunismus das Stadtbild prägten. Mich überraschten die vielen Kriminellen und die grosse Anzahl Alkohol- und Drogenabhängiger. Ob ich mehr als zwei Wochen dortbleiben kann, war für mich unvorstellbar. Mittlerweile sind es schon über 16 Jahre und ich fühle mich sehr wohl in Kasachstan.»

Jugendliche in einem Sommerlager mit Ordensschwestern. (Foto; ACN)

Jugendliche in einem Sommerlager mit Ordensschwestern. (Foto; ACN)

Ihre Hilfe für die Christen in Kasachstan zählt

In Kasachstan profitieren nur wenige vom Reichtum des Landes. Viele Katholikinnen und Katholiken gehören zu den wirtschaftlich Benachteiligten und können ihre Kirche nicht selbst unterstützen. Ihre Hilfe macht deshalb den Unterschied: Sie ermöglicht Ordensschwestern das tägliche Überleben, sichert Priestern durch Mess-Stipendien ihren Dienst und stellt Fahrzeuge bereit, damit Seelsorge auch bei bis zu –40 Grad möglich bleibt. So bleibt die Kirche präsent – für junge Menschen, für Familien und für alle, die Hoffnung suchen. Danke, dass Sie diese Unterstützung möglich machen!

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